Horw

Historischer Friedhof soll modern und sicher gestaltet werden

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Kriens,

Der Einwohnerrat Horw berät am 5. Februar über einen Sonderkredit von 3,8 Millionen Franken für die erste Etappe der Friedhofssanierung und Umgestaltung.

Die Kirche Horw.
Die Kirche Horw. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Wie die Gemeinde Horw mitteilt, soll der Friedhof in den kommenden Jahren saniert und umgestaltet werden. Nun entscheidet der Einwohnerrat über die erste Etappe, aber auch über Kernanliegen zur Zukunft des Friedhofs.

Die zukünftige Gestaltung und Nutzung des Friedhofs Horw ist Thema im Einwohnerrat, wenn er am 5. Februar das Geschäft mit der Bezeichnung «Sonderkredit für die Sanierung und Umgestaltung des Friedhofs, Etappe 1» zur Hand nimmt.

Entschieden wird über einen Sonderkredit von 3,8 Millionen Franken.

Weiterhin ein Ort der Ruhe

Was soll auf dem Areal des Friedhofs in den kommenden Jahren passieren? Der Friedhof Horw wird in seiner ganzen heutigen Grösse ein Ort der Ruhe bleiben.

Doch die Bestattungsformen haben sich gewandelt: Der Wunsch nach Urnenbestattungen oder einer Beisetzung im Gemeinschaftsgrab hat zugenommen. Kontinuierlich und deutlich abgenommen hat im Gegenzug der Platzbedarf, den es für die Erdbestattungen braucht.

Unter Einhaltung des Respekts gegenüber den Trauernden sollen nun Teile des Friedhofs zu ruhigen Parkbereichen umgestaltet werden. Die unteren Terrassen und die älteren Friedhofteile bleiben weiterhin für Bestattungen erhalten und werden werterhaltend saniert sowie sanft aufgewertet.

Terrassen-Friedhof als bedeutendes Kulturerbe

Der Friedhof Horw besteht aus drei Teilen aus unterschiedlichen Zeitepochen. Besonders markant ist der Bereich mit den neun Terrassen, der in drei Etappen ab den 1960er Jahren bis 1977 vom bekannten Schweizer Gartenarchitekten Willi Neukom in den Hang gelegt wurde.

Der Friedhof Horw ist ein Zeitzeuge der Nachkriegsmoderne und ist im kommunalen Inventar historischer Gärten und Anlagen im Schutzstatus Kategorie 1 als bedeutendes Werk verzeichnet. Ferner untersteht der Friedhof der Parkschutzverordnung der Gemeinde Horw.

Sicherheit, Sanierung und Nutzung

Mit der ersten Etappe, um die es am kommenden 5. Februar im Einwohnerrat geht, sollen die Kernanliegen für die Zukunft des Horwer Friedhofs erfüllt werden. Im Neukomschen Teil soll die Sicherheit erhöht sowie Alterungssschäden an Mauern und Gehwegbereichen behoben werden.

Es sollen ein neues Gemeinschaftsgrab geschaffen und Baumbestattungen als alternative Bestattungsform möglich werden. Mit der Umgestaltung soll dieser Friedhofsteil denkmalgerecht und zeitgemäss wiederhergestellt werden.

Der jetzige imposante Baumbestand wird mit Einzelbäumen ergänzt. Die bestehenden Sträucher und Stauden werden, dem ursprünglichen Pflanzkonzept von Willi Neukom folgend, erweitert. Auf den frei werdenden oberen Terrassen werden Blumenwiesen angelegt, die den Parkcharakter betonen.

Das ist nach der ersten Etappe angedacht

Die erste Etappe ist in sich geschlossen und schafft keine Sachzwänge, weitere Etappen umzusetzen. Im Siegerprojekt aus dem Studienauftrag sind aber drei weitere Etappen vorgesehen.

In einer zweiten Etappe könnte insbesondere auf der obersten Terrasse, die heute teilweise als Werkplatz genutzt wird, ein kleiner Quartierpark entstehen. Willi Neukom hatte dort ursprünglich die Abdankungshalle vorgesehen.

Nun soll dort eine Pergola zu stehen kommen, aber auch ein naturnah gestalteter Spielplatz und ein öffentliches WC. Nördlich angrenzend, als Etappe vier, ist eine Streuobstwiese angedacht.

Bäume, Beschattung und Abschluss bis 2029

Die dritte Etappe untersteht der Entscheidung und Finanzierung durch die katholische Kirche. Hier sieht das Projekt insbesondere vor, dass angesichts der immer heisseren Sommer zur Beschattung und Erhöhung der Aufenthaltsqualität zusätzliche Bäume um die Kirche gepflanzt werden.

Wenn der Einwohnerrat für den Sonderkredit grünes Licht gibt, könnte bereits im Mai die Baueingabe für die erste Etappe erfolgen. Realisiert würde diese ab dem vierten Quartal 2027.

Die weiteren Etappen werden dann ebenfalls wieder dem Einwohnerrat vorgelegt. Vorgesehen ist, dass bis im Jahr 2029 die Sanierung und Umgestaltung des Neukomschen Friedhofs abgeschlossen ist.

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