Tanja Bauer wird neue Gemeindepräsidentin von Köniz. Die Sozialdemokratin setzte sich in einer Kampfwahl gegen Christian Burren (SVP) durch.
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Tanja Bauer, Grossrätin (SP) aus Köniz. - zVg
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Bauer holte 56,4 Prozent der Stimmen und folgt auf ihre Parteikollegin Annemarie Berlinger, die im Juni zurückgetreten war. Hintergrund war das Hickhack rund um die Gemeindefinanzen.

Die neue Gemeindepräsidentin Tanja Bauer ist 39 Jahre alt, Politologin und bernische Grossrätin. In Köniz war sie bislang als Gemeindeparlamentarierin tätig. Ihr neues Amt wird sie voraussichtlich am 1. November antreten.

In der Ersatzwahl vom Sonntag holte sie 8234 Stimmen. Gegenkandidat Burren musste sich mit 6365 Stimmen begnügen. Die Stimmbeteiligung lag bei 55,3 Prozent.

Parteien und Gemeinderat sollen zusammenarbeiten

Sie wolle «eine Gemeindepräsidentin für alle Könizerinnen und Könizer» sein, erklärte Tanja Bauer in einem Communiqué. Die Gemeinde habe viel zu bieten. Das grosse Potenzial wolle sie nutzen, um Köniz vorwärts zu bringen.

SP und Grüne freuten sich in einer gemeinsamen Mitteilung über die Wahl Bauers. Die Bevölkerung spreche sich damit für ein soziales, umweltbewusstes und innovatives Köniz aus.

Bauers Gegenkandidat, SVP-Gemeinderat Burren, war auch von der FDP, der GLP, der Mitte, der EVP und KMU Köniz unterstützt worden. Sie gratulierten der neuen Gemeindepräsidentin in einem gemeinsamen Communiqué und boten ihre Zusammenarbeit bei der Erfüllung der anstehenden Aufgaben an.

In Köniz sei nun entschiedenes Handeln gefragt. «Wir erwarten vom gesamten Gemeinderat, dass er so rasch als möglich als geeintes Team die grossen Herausforderungen angeht.» Die im Parlament vertretenen Parteien hätten Anfang Jahr gezeigt, dass sie willens seien, mit dem Gemeinderat zusammen zu arbeiten.

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