Köniz BE: E-Baustelle soll Lärm und Abgase senken
An der Landorfstrasse in Köniz BE kommen elektrische Baumaschinen zum Einsatz. Die Gemeinde hat die Aufträge für das Pilotprojekt ausgeschrieben.

Baustellen verursachen oft Lärm und Schadstoff-Emissionen. Mit elektrisch angetriebenen Baumaschinen lässt sich dies reduzieren. In einem Pilotprojekt testet die Gemeinde Köniz eine Baustelle, auf der Baumaschinen mit Elektro-Antrieb zum Einsatz kommen.
Die Ausschreibung der Aufträge dazu wurde auf SIMAP publiziert.
Strom statt Diesel auf Baustellen: Auch bei Baumaschinen und Transportfahrzeugen halten Elektro-Fahrzeuge Einzug. Und wenn auf einer Baustelle Baumaschinen mit Elektro-Antrieb zum Einsatz kommen, ist die Rede von einer E-Baustelle. Die Vorteile einer E-Baustelle sind weniger Lärm, bessere Luft und weniger CO2-Ausstoss.
Dies kommt vielen zu Gute: den Anwohnerinnen und Anwohner, den Menschen auf der Baustelle und der Umwelt. Einzelne Städte haben erste Pilotprojekte realisiert. Die Gemeinde Köniz will nun mit einem Pilotprojekt prüfen, wie sich im Tiefbau eine E-Baustelle in der Praxis bewährt und will entsprechende Erfahrungen sammeln.
Anfang November 2026 hat die Gemeinde Köniz die Aufträge für eine E-Baustelle auf SIMAP ausgeschrieben, der Beschaffungsplattform der öffentlichen Hand.
Das vom Könizer Parlament im August 2026 beschlossene Bauprojekt umfasst Massnahmen an der Landorfstrasse in Köniz, Abschnitt Weiermatt-Kreisel bis zur Bushaltestelle Mösliweg, ebenso die Anpassung der Strasseneinmündung in den Mösliweg sowie die hindernisfreie Ausgestaltung der beiden Bushaltekanten. Die Arbeiten sollen bis Ende 2027 umgesetzt werden.
Für die Durchführung des Pilotprojekts wird die Gemeinde Köniz von einem spezialisierten Büro begleitet: Unter anderem werden interessierte Unternehmen bei der Anmietung von E- Baumaschinen und -Gerätschaften unterstützt, und eine Fachperson steht während der Bauzeit beratend zur Seite. In der Ausschreibung wird sichergestellt, dass für den Zuschlag der Arbeiten kein Unternehmen aufgrund von fehlenden E-Baumaschinen benachteiligt wird.
Auf der Baustelle sorgt die Gemeinde in Zusammenarbeit mit BKW für genügend Lade-Kapazität der E-Maschinen: Zum Einsatz kommen dazu mobile Ladestationen der BKW. Diese ermöglichen es, die benötigte Ladeinfrastruktur flexibel und temporär dort bereitzustellen, wo sie während der Bauarbeiten benötigt wird. Damit kann die Stromversorgung den Anforderungen der E-Baustelle angepasst werden, ohne dafür eine dauerhafte Ladeinfrastruktur erstellen zu müssen.
Es ist das bislang grösste E-Baustellen-Projekt für die BKW. Mit dem neuen Produkt von mobilen Ladestationen unterstützt die BKW aktiv die Umstellung auf E-Maschinen bei Baustellen oder bei temporärem Bedarf an Ladekapazität.
E-Baustellen leisten einen Beitrag auf dem Weg zu Netto-Null. Das Pilotprojekt einer E-Baustelle unterstützt die Umsetzung der Klimastrategie der Gemeinde Köniz und trägt dazu bei, den vorgesehenen Absenkpfad der CO₂-Emissionen zu erreichen. Gleichzeitig setzt Köniz ein Zeichen für innovative und nachhaltige Infrastrukturprojekte.






