Waldkirch SG: Vier Energieversorger wollen Kräfte bündeln

Gemeinde Waldkirch
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Gossau,

Die TB Waldkirch SG wollen mit drei Nachbarwerken zusammenarbeiten. Bis Anfang 2027 sollen die Grundlagen für eine gemeinsame Organisation vorliegen.

Waldkirch SG
Das Dorf Waldkirch (Symbolbild) - Nau.ch / Miriam Danielsson

Die Gemeinden rund um Waldkirch prüfen zunehmend Möglichkeiten, regionale Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Regionale Zusammenarbeit bietet die Chance, Ressourcen und Kompetenzen zu bündeln, Kosten zu teilen und Leistungen langfristig effizient und in hoher Qualität zu erbringen. Entsprechende Kooperationen werden bereits in verschiedenen Bereichen, etwa bei der Altersversorgung oder bei Verwaltungsaufgaben, auf strategischer Ebene diskutiert. Nun rückt auch die Energieversorgung in den Fokus.

Der Schweizer Energiemarkt befindet sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Dezentralisierung, Digitalisierung und die zunehmende Marktliberalisierung verändern die Anforderungen an die Energieversorgungsunternehmen (EVU). Gleichzeitig nehmen die regulatorischen Vorgaben zu.

Herausforderungen für kleine und mittlere Unternehmen

Insbesondere kleinere und mittlere EVU stehen vor der Herausforderung, mit diesen Entwicklungen Schritt zu halten. Fehlendes Fachwissen, steigende Kosten, neue Anforderungen und wachsende Erwartungen der Kundschaft machen es zunehmend anspruchsvoll, alle notwendigen Kompetenzen und Ressourcen allein bereitzustellen und sich auf dem Markt zu behaupten.

Vor diesem Hintergrund wollen die vier eigenständigen Unternehmen EV Wittenbach, EW Häggenschwil, Elektra Berg und TB Waldkirch ihre Kräfte bündeln. Mit einer regionalen Zusammenarbeit sollen Kompetenzen und Ressourcen gemeinsam genutzt und die Herausforderungen des sich wandelnden Energiemarktes besser bewältigt werden.

Eigenständigkeit und Kontrolle bleiben erhalten

Für die vier EVU bedeutet eine regionale Zusammenarbeit eine Professionalisierung und stärkt ihre Zukunftsfähigkeit. Für die Umsetzung ist die Bildung einer gemeinsamen Organisation (z.e Möglichkeit, dass sich künftig weitere EVU der Zusammenarbeit anschliessen. So kann schrittweise eine starke regionale Partnerschaft entstehen, mit der die Herausforderungen des Energiemarktes gemeinsam bewältigt werden können. Bis Anfang 2027 sollen die Entscheidungsgrundlagen für die Bildung der entsprechenden Organisation vorliegen.

Die Alternative zum Betriebsleitungsmodell für die TBWaldkirch

Als mittleres EVU ohne die Ressourcentiefe der Grossen, aber mit zu wenig Verhandlungsmasse für einen Alleingang, sichert die Kooperation den TB Waldkirch den Zugang zu gebündeltem Fachwissen und Skalierungsmöglichkeiten.

Die angestrebte Kooperation ist ein vollwertiger Ersatz für eine vollständig externe Betriebsleitung. Sie bietet den Vorteil, dass keine Abhängigkeiten von grösseren Unternehmen geschaffen werden und ein kostenintensiver Ausschreibungsprozess vermieden werden kann.

Im Gegenzug verlangt die Kooperation eine sorgfältige vertragliche Absicherung der eigenen Interessen, insbesondere im Hinblick auf unterschiedliche Geschwindigkeiten und Grundvoraussetzungen der Partner.

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