Glarus

Kampf gegen Zigarettenstummel: Spielplätze werden rauchfrei

Gemeinde Glarus
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Glarus,

Ab Mitte Juli 2026 macht die Gemeinde Glarus mit Hinweistafeln auf die Folgen von weggeworfenen Stummeln aufmerksam. Ziel ist ein gesundes Umfeld für Kinder.

zigaretten
Weggeworfene Zigaretten sind auf Spielplätzen besonders für kleine Kinder eine Gefahr. (Symbolbild) - keystone

Wie die Gemeinde Glarus mitteilt, startet sie zur Sensibilisierung der Bevölkerung gegen achtlos weggeworfene Zigarettenstummel ab Mitte Juli in Zusammenarbeit mit stop2drop eine Kampagne auf allen Kinderspielplätzen und weiteren öffentlichen Plätzen in der Gemeinde.

Mit Hinweistafeln und Plakaten macht sie auf die Folgen des Zigaretten-Litterings aufmerksam. Mit dieser Massnahme stärkt die Gemeinde ein gesundes Umfeld für Spiel und Begegnung und leistet einen Beitrag zum Umweltschutz.

Zigaretten-Littering ist ein unterschätztes Umweltproblem. Zigarettenstummel sind giftig, bestehen aus Plastik und enthalten über 7000 Chemikalien. Sie verschmutzen Böden und Gewässer, ein einziger Stummel kann bis zu 1000 Liter Wasser verunreinigen.

Gemeinsam für rauchfreie Spielplätze

Mit der Kampagne greift die Gemeinde Glarus einen vielfach geäusserten Wunsch aus der Bevölkerung auf und reagiert auf ein schweizweites Problem: Eine Analyse der NGO stop2drop auf 170 Spielplätzen fand über 15'000 Zigarettenstummel, durchschnittlich 91 pro Spielplatz.

Rauchfreie Spielplätze als Zeichen für den Kinderschutz stehen besonders im Fokus. Der freiwillige Verzicht des Rauchens auf Spielplätzen schützt die Kinder vor Passivrauch. Die aufgestellten Hinweistafeln setzen bewusst auf Wertschätzung statt auf Verbote.

Sie laden zur gegenseitigen Rücksichtnahme ein und stärken kinderfreundliche öffentliche Räume. Über einen QR-Code auf den Tafeln gelangt man zu praktischen Tipps, wie man rauchende Personen freundlich auf die Regelung hinweisen kann.

Klare Botschaft für mehr Rücksicht

Stop2drop wird gemeinsam mit Gemeinden sowie Partnerinnen und Partnern aus der Gesundheitsförderung und dem Umweltschutz umgesetzt und vom Tabakpräventionsfonds unterstützt.

Laut einer repräsentativen Umfrage des Forschungsinstituts Sotomo haben zudem 44 Prozent der Personen mit Raucherfahrung schon auf Kinderspielplätzen geraucht.

Die Gemeinde Glarus setzt mit der Kampagne ein klares Zeichen für den Kinder-, Gesundheits- und Umweltschutz und dankt allen, die mit ihrem Verhalten zum Schutz der Kinder sowie zu einem sauberen öffentlichen Raum beitragen.

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Kommentare

User #5675 (nicht angemeldet)

Freiwillig funktioniert nicht mehr. Aber es ist einfacher Steuergelder für Kampagnen auszugeben als diejenigen welche sich nicht an Regeln halten zu bestrafen.

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