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    Kanton Glarus: Wald verfärbt sich braun – Feuerverbot bleibt bestehen

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    Trockenheit und Hitze haben die Wälder von Bilten bis Glarus braun gefärbt. Die Waldbrandgefahr bleibt sehr gross, das absolute Feuerverbot gilt weiter.

    Buche Blätter Trockenheit vertrocknet
    In den letzten zwei Wochen sind die Blätter vieler Bäume vertrocknet und haben sich dadurch verfärbt. Betroffen sind vorwiegend Buchen. (Symbolbild) - Depositphotos

    Die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen der letzten drei Monaten haben dazu geführt, dass sich der Wald stellenweise braun bis gelb verfärbt hat. Betroffen sind die Wälder von Bilten bis nach Glarus, wobei es oberhalb von Nieder- und Oberurnen besonders alarmierend aussieht.

    Was ist passiert? In den letzten zwei Wochen sind die Blätter vieler Bäume vertrocknet und haben sich dadurch verfärbt. Betroffen sind vorwiegend Buchen.

    Der Wald wird stark geschwächt

    Das Vertrocknen der Blätter mitten in der Vegetationsperiode hat schwerwiegende Folgen für die betroffenen Bäume. Einerseits fehlen den Bäumen rund zwei Monate der Fotosynthese, die wichtig sind für die Reservenbildung. Sie treiben dieses Jahr keine neuen Blätter mehr und können den Blattverlust nicht mehr aufholen.

    Andererseits zeigt die Erfahrung aus dem Hitzesommer 2018, dass die Austrocknung nicht nur Blätter, sondern auch Äste und ganze Baumkronen betreffen kann. Wo diese Schäden auftreten, treiben die Bäume im Folgejahr nicht mehr aus. Durch diese starke Schwächung werden auch ganze Bäume absterben.

    Da vor allem die Buche betroffen ist und diese Baumart in vielen Schutzwäldern im Kanton Glarus eine wichtige Rolle spielt, beurteilt die Abteilung Wald und Naturgefahren die aktuellen Waldschäden als ernsthafte Situation. Die Entwicklung des durch die Trockenheit geschwächten Waldes wird der kantonale Forstdienst überwachen.

    Geschädigten Wald meiden

    Aufgrund der Austrocknung von Ästen, Baumkronen und ganzer Bäume nimmt das Risiko von abbrechenden Ästen zu. Die Abteilung Wald und Naturgefahren empfiehlt daher, den Aufenthalt in Waldbereichen, die eine deutliche Verfärbung beziehungsweise Austrocknung aufweisen, kurzzuhalten beziehungsweise möglichst zu vermeiden.

    Die Waldbrandgefahr ist weiterhin sehr gross

    Feueraktivitäten im Freien bergen ein sehr grosses Risiko für Wald- oder Flurbrände. Die hohen Temperaturen und die niederschlagsarme Witterung der letzten Wochen haben die Waldbrandgefahr auf hohem Niveau erhalten. Die Entzündbarkeit der Vegetation ist im gesamten Kantonsgebiet sehr gross.

    Funkenflug eines Feuers oder unachtsam weggeworfene Raucherwaren können ein Feuer entfachen und zu einem grösseren Waldbrand führen.

    Absolutes Feuerverbot bleibt bestehen

    Die in den letzten Tagen gefallenen Niederschläge waren teils intensiv, aber noch nicht ergiebig. Sie reichen nicht aus, um die Waldbrandgefahr wesentlich zu senken.

    Das absolute Feuerverbot bleibt weiterhin in Kraft.

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