Frauenfeld

    Frauenfeld TG: Steuerfuss bleibt bei 62 Prozent – Budget mit Überschuss

    Stadt Frauenfeld
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    Die Stadt Frauenfeld TG rechnet für 2027 mit einem Ertragsüberschuss von rund 940'000 Franken. Der Steuerfuss soll unverändert bei 62 Prozent bleiben.

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    Der Stadtrat von Frauenfeld stellte das Budget 2027 an einer Medienkonferenz vor. - zVg

    Der Stadtrat von Frauenfeld legt für das Jahr 2027 ein Budget vor, das trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen mit einem Ertragsüberschuss von rund 0.94 Mio. Franken abschliesst. Damit gelingt es der Stadt erneut, ein positives Ergebnis zu erzielen, obwohl die finanziellen Belastungen durch Investitionen, Abschreibungen und verschiedene externe Entwicklungen weiter zunehmen. Der Steuerfuss soll unverändert bei 62 Prozent bleiben.

    Die Steuererträge entwickeln sich weiterhin erfreulich. Für das Jahr 2027 werden Fiskalerträge von rund 54.8 Mio. Franken erwartet. Gegenüber dem Budget 2026 entspricht dies einer deutlichen Verbesserung und bestätigt die positive Entwicklung der vergangenen Jahre.

    Das in der Finanzstrategie festgelegte Ziel von 55 Mio. Franken wird damit ohne Steuerfussanpassung beinahe erreicht.

    Das Budget 2027 sieht einen Ertragsüberschuss von rund 940'000 Franken vor. Trotz des tieferen Ergebnisses gegenüber dem Budget 2026 kann die Stadt damit weiterhin einen positiven Rechnungsabschluss präsentieren. Besonders hervorzuheben ist, dass die erwarteten Aufwertungsgewinne bei den Finanzliegenschaften im Vergleich zu den Vorjahren deutlich geringer ausfallen.

    Das gute Ergebnis basiert daher stärker auf der operativen Entwicklung der Stadtfinanzen als auf einmaligen Bewertungseffekten.

    Investitionen stärken die Entwicklung der Stadt

    Für das Jahr 2027 plant die Stadt Nettoinvestitionen von 11.3 Mio. Franken. Damit wird die Investitionslimite der geltenden Finanzstrategie weiterhin eingehalten. Der Schwerpunkt der Investitionen liegt im Departement für Bau und Verkehr.

    Geplant sind Projekte in den Bereichen Stadtplanung, Verkehrsinfrastruktur, Hochbau, Abwasserentsorgung sowie der Entwicklung städtischer Liegenschaften.

    Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Weiterentwicklung der Stadtkaserne, verschiedenen Strassen- und Entwässerungsprojekten sowie der Vorbereitung neuer Wohn- und Stadtentwicklungsprojekte. Gleichzeitig werden Investitionen in die Digitalisierung und die Modernisierung der Verwaltungsprozesse vorangetrieben, um den Service für Bevölkerung, Unternehmen und Organisationen weiter zu verbessern.

    Finanzstrategie setzt Leitplanken

    Die Finanzstrategie des Stadtrats zeigt weiterhin Wirkung. Die Vorgaben bezüglich Investitionsvolumen, Steuererträge, Bilanzüberschuss und Verschuldung können auch im Budget 2027 eingehalten werden. Der Stadtrat hält bewusst an einem Investitionsvolumen fest, dass die Weiterentwicklung der Stadt ermöglicht, obwohl dies kurzfristig zu einer höheren Verschuldung führt.

    Gleichzeitig zeigt das Budget auf, dass die Stadt vor längerfristigen Herausforderungen steht. Der Selbstfinanzierungsgrad beträgt 63.8 Prozent und liegt damit unter dem Zielwert von mindestens 80 Prozent. Zudem steigen die Abschreibungen auf über 6 Mio. Franken, was eine direkte Folge der hohen Investitionstätigkeit der vergangenen Jahre ist.

    Aus diesen Gründen arbeitet der Stadtrat bereits an einer neuen Finanzstrategie. Diese soll Rahmenbedingungen schaffen, damit notwendige Investitionen auch künftig finanziert und priorisiert werden können, ohne die finanzielle Stabilität der Stadt zu gefährden.

    Gezielte Verstärkung bei wichtigen Dienstleistungen

    Um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden, sind verschiedene Stellenplananpassungen vorgesehen. Insgesamt wird der Stellenplan um 710 Stellenprozente erweitert. Zusätzliche Ressourcen werden insbesondere in der Stadtkanzlei, bei den Freizeit- und Sportanlagen sowie im Sozialbereich geschaffen.

    Mit der Einführung einer eigenen Sozialpädagogischen Familienbegleitung verfolgt die Stadt das Ziel, externe Dienstleistungen künftig teilweise selbst zu erbringen und damit langfristig Kosten zu senken sowie die Qualität der Leistungen zu erhöhen. Auch bei den Sportanlagen werden zusätzliche Stellen geschaffen, um dem deutlich gestiegenen Publikumsaufkommen und den betrieblichen Anforderungen Rechnung zu tragen.

    Langfristige Herausforderungen bleiben bestehen

    Die Finanzplanung zeigt, dass die Stadt in den kommenden Jahren vor wichtigen finanzpolitischen Entscheidungen stehen wird. Steigende Investitionen, höhere Abschreibungen, mögliche Veränderungen bei kantonalen Finanzierungsregelungen sowie der geplante Wegfall der Liegenschaftensteuer ab 2029 werden die Handlungsspielräume zunehmend beeinflussen. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Investitionen in Infrastruktur, Mobilität und öffentliche Dienstleistungen.

    Für das Budgetjahr 2027 sieht der Stadtrat die Stadt jedoch auf einem soliden Kurs. Das Budget verbindet die notwendige finanzielle Zurückhaltung mit gezielten Investitionen in die Zukunft und schafft die Voraussetzungen dafür, dass Frauenfeld auch in den kommenden Jahren ein attraktiver Wohn-, Arbeits- und Wirtschaftsstandort bleibt.

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