Stadtkaserne soll bis 2030 umgebaut werden
Frauenfeld präsentiert das Vorprojekt für den Umbau der Stadtkaserne. Die Kosten betragen 38,6 Millionen Franken, 20 Millionen kommen von «pro Thurgau».

Wie die Stadt Frauenfeld schreibt, steht das Vorprojekt für die bauliche Umsetzung der Vision «Markt Thurgau Stadtkaserne». Es sind verschiedene Massnahmen geplant, damit das Areal zukünftig die vielseitigen Anforderungen an einen attraktiven Standort für Arbeit und Begegnung erfüllt.
Seit Frühling 2025 beleben 22 Mietende im Rahmen einer Zwischennutzung das Kasernenareal. Der Ort hat sich bereits heute als attraktiver Begegnungsraum und beliebter Treffpunkt etabliert.
Neue Unternehmen wurden gegründet und Arbeitsplätze sind entstanden. An diesem Erfolg wird für die weitere Entwicklung angeknüpft. Die Stadt Frauenfeld präsentiert das Vorprojekt für den erforderlichen Umbau zur Umsetzung der Vision «Markt Thurgau Stadtkaserne».
Vielseitige Nutzung in allen Bereichen
Insgesamt soll die Stadtkaserne vielfältiger, präsenter und offener werden. Dazu werden bisher nicht nutzbare Gebäudeteile saniert und erschlossen. Geplant sind unter anderem ein Durchgang von der Bahnhofsseite her, eine grosszügige Dachterrasse auf dem Hauptgebäude sowie die Kapazitätserhöhung von 300 auf 2000 Personen bei Veranstaltungen in der Doppelreithalle.
Durch bauliche Optimierungen entstehen flexible Nutzungsmöglichkeiten in allen Gebäudeteilen. Vorgesehen sind etwa Flächen für Gastronomie, Gewerbe und Verkauf sowie Praxis-, Schulungs- oder Vereinsräume, um den Kanton Thurgau und die Region Frauenfeld in seiner ganzen Vielfalt zu repräsentieren.
Kurz gesagt: In der Stadtkaserne entsteht ein einmaliger Begegnungsort, der das Baudenkmal für die Gesellschaft erlebbar macht. Für die Umsetzung dieses Generationenprojekts arbeitet die Stadt eng mit einem Generalplanerteam unter der Leitung von Park Arch, den Gewinnern des städtebaulichen Ideenwettbewerbs, zusammen. Ziel ist es, den historischen Charakter des geschichtsträchtigen Gebäudes zu erhalten und gezielt neue Akzente zu setzen.
Finanzielle Unterstützung
Die Planungs- und Baukosten des Vorprojekts belaufen sich auf insgesamt 38,6 Millionen Franken (Kostenschätzung plus/minus 15 Prozent). Der Förderverein «pro Thurgau» beteiligt sich mit Fördermitteln in der Höhe von 20 Millionen Franken an den Investitionen. Die Gelder stammen aus dem Erlös des Börsengangs der Thurgauer Kantonalbank.
Zudem werden rund 2,6 Millionen Franken Beiträge für den Natur- und Heimatschutz erwartet. Den restlichen Betrag von 16 Millionen Franken wird durch die Stadt Frauenfeld jährlich in Anteilen aus dem laufenden Budget finanziert.
«Eine solche Chance bietet sich wohl nur einmal: dank den Fördermitteln von «pro Thurgau» sind mehr als 50 Prozent der Investitionskosten für die Stadtkaserne Frauenfeld abgedeckt», bringt es Stadtpräsident Claudio Bernold auf den Punkt.
Kostendeckender Betrieb
Die Stadtkaserne befindet sich im Finanzvermögen der Stadt. Dazu gehören gemäss der «Verordnung über das Rechnungswesen der Gemeinden» Vermögenswerte, die ohne Beeinträchtigung der öffentlichen Aufgabenerfüllung verkauft werden können.
Die Zuständigkeit über diese Vermögenswerte liegt beim Stadtrat, sofern die entsprechenden Geschäfte den Finanzhaushalt nicht belasten. Mit dem Übergang in die definitive Nutzung wird der Betrieb der Stadtkaserne kostendeckend.
Die Vermietung aller zur Verfügung stehenden Flächen ermöglicht die Amortisation der Investitionen durch die Stadt. Diese sind langfristig durch den Marktwert des Gebäudes abgesichert.
Im Juli 2026 liegt das Baugesuch für das Vorprojekt öffentlich auf. Die Abgabe des Bauprojektes wird für den Herbst 2026 erwartet. Wird das Baugesuch ohne Einsprachen genehmigt, erfolgt bereits Anfang 2027 die Ausführungsplanung für den Baubeginn im Frühjahr 2028. Die schrittweise Inbetriebnahme erfolgt gegen Ende 2030.










