Frauenfeld

Alterszentrum Park zurück in den schwarzen Zahlen

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Frauenfeld,

Die Reorganisation im AZP zeigt Wirkung: Mit einem kleinen Plus von 13'000 Franken gelingt der Stadt Frauenfeld die finanzielle Stabilisierung des Zentrums.

Die Stadtverwaltung Frauenfeld am Rathausplatz.
Die Stadtverwaltung Frauenfeld am Rathausplatz. - Nau.ch / Miriam Danielsson

Wie die Stadt Frauenfeld informiert, schliesst die Jahresrechnung 2025 des Alterszentrums Park (AZP) schliesst mit einem kleinen Gewinn von rund 13’000 Franken ab. Budgetiert war ein Gewinn von 217’000 Franken. Nach mehreren Jahren mit negativen Ergebnissen ist dies der erste positive Abschluss seit 2019 und ein wichtiger Schritt in Richtung Stabilisierung.

Im Jahr 2024 hatte das AZP noch einen Verlust von über 1,55 Millionen Franken ausgewiesen. Insgesamt konnte das Ergebnis damit um rund 1,56 Millionen Franken verbessert werden. Der Gesamtaufwand lag 2025 bei rund 22,88 Millionen Franken, der Ertrag bei rund 22,89 Millionen Franken. Das Ergebnis ist damit praktisch ausgeglichen.

Reorganisation zeigt Wirkung

Die vom Stadtrat per Januar 2025 eingeleitete Reorganisation hat wesentlich zu dieser Verbesserung beigetragen. Ziel war es, Strukturen zu klären, Prozesse zu optimieren und die Effizienz nachhaltig zu steigern. Dank zahlreicher Massnahmen in den Bereichen Führung, Organisation, Personal und Finanzen konnte die finanzielle Steuerung deutlich verbessert werden.

Ein wichtiger Schritt war zudem die Zusammenlegung der bisher vier Teilrechnungen aus den verschiedenen Angeboten zu einer einzigen Rechnung. Dies reduzierte den administrativen Aufwand, erhöhte die Transparenz und verbessert die finanzielle Steuerung.

Der Stadtrat dankt den Mitarbeitenden des Alterszentrums Park für ihr grosses Engagement und ihre Mitarbeit im Veränderungsprozess

Herausforderndes Umfeld, steigender Pflegebedarf

Das Umfeld in der Langzeitpflege bleibt anspruchsvoll. Die Aufenthalte der Bewohnenden werden tendenziell kürzer und die Wechsel häufiger, gleichzeitig steigt die Komplexität der Betreuung.

Auch im Alterszentrum Park zeigt sich ein zunehmender Pflegebedarf, was sich unter anderem in einem höheren RAI-Mix (Einteilung der Pflegestufen) widerspiegelt. Der gestiegene Pflegebedarf sowie angepasste Pensionstaxen führten zu Mehreinnahmen von rund 522’000 Franken gegenüber dem Vorjahr.

Angebote weiterhin gefragt

Die Nachfrage nach den Angeboten des AZP bleibt hoch. Die Pflegeplätze waren sehr gut belegt. Auch die Parksiedlung Talacker war gut ausgelastet und freiwerdende Wohnungen konnten rasch wieder belegt werden.

Das Angebot der Zusatzdienstleistung Spitex wurde im Jahr 2025 gut genutzt. Auch das Tageszentrum verzeichnete eine gute Nachfrage und erfüllt weiterhin eine wichtige Rolle in der regionalen Versorgung.

Das Angebot des betreuten Wohnens wurde aufgrund geringer Nachfrage und struktureller Herausforderungen per Ende Februar 2025 eingestellt.

Positive Perspektiven

Mit den im Jahr 2025 umgesetzten Massnahmen wurden wichtige Grundlagen für die Zukunft geschaffen. Viele Effekte werden sich erst ab 2026 vollständig zeigen. Trotz bestehender Herausforderungen – insbesondere im Bereich Fachkräfte und Infrastruktur – blickt das Alterszentrum Park optimistisch in die Zukunft.

Wichtige Entwicklungsschritte können nun angegangen werden. Ziel bleibt es, den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie ihren Angehörigen auch künftig eine qualitativ hochwertige Pflege und Betreuung zu bieten und das Alterszentrum langfristig finanziell zu stabilisieren.

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