Degersheim

Erfolg für Quartier: Erste Tempo-30-Zone wird Realität

Gemeinde Degersheim
Gemeinde Degersheim

Flawil,

Ein von 58 Bewohnenden initiierter Antrag führt zum Erfolg. Die Gemeinde Degersheim realisiert im Hörenquartier ihre erste verkehrsberuhigte Zone.

Tempo-30-Zone
Die Tempo-30-Zone im Hörenquartier wird bis Ende 2026 Realität. - Gemeinde Degersheim

Die Verkehrsanordnung der Kantonspolizei St.Gallen ist nach der Abweisung von zwei Rekursen rechtskräftig geworden, berichtet die Gemeinde Degersheim. Nun steht der Umsetzung der Tempo-30-Zone nichts mehr im Weg.

Die baulichen Massnahmen werden in diesem Sommer im Zusammenhang mit Strassenbauprojekten umgesetzt. Spätestens ab dem Spätherbst darf im Hörenquartier nicht mehr schneller als Tempo 30 gefahren werden.

Erhöhte Sicherheit für Kinder und andere schwache Verkehrsteilnehmende, weniger Lärm, bessere Luftqualität oder verbesserte Lebensqualität in Wohngegenden. Wer Vorteile einer Tempo-30-Zone auszählen möchte, findet einige.

Rekurse gegen Tempo-30-Zone abgewiesen

Dennoch sind solche geschwindigkeitsreduzierten Zonen auch umstritten. So wurden gegen die Verkehrsanordnung der Kantonspolizei St.Gallen, welche die Grundlage für eine Tempo-30-Zone bildet, mehrere Rekurse erhoben. Diese wurden nun abgewiesen und die Verkehrsanordnung hat Rechtskraft erlangt.

Jetzt gilt es die baulichen Massnahmen umzusetzen sowie die Signale und Markierungen anzubringen. Somit kann im Spätherbst 2026 abgeschlossen werden, was mit einem entsprechenden Antrag im Dezember 2021 begann.

58 Bewohnerinnen und Bewohner der Sonnhaldenstrasse stellten damals einen Antrag zur Schaffung einer Tempo-30-Zone an ihrer Strasse. Daraufhin führte der Gemeinderat Abklärungsgespräche mit der Kantonspolizei und liess gestützt auf diese Ergebnisse einen Massnahmenplan erarbeiten.

Kosten auf rund 70'000 Franken geschätzt

Dabei zog er jedoch das ganze Hörenquartier in die Betrachtung mit ein. Dieser Massnahmenplan zeigte auf, wo Signale und Markierungen angebracht werden müssen und welche baulichen Massnahmen vorgesehen sind.

Zudem enthielt er eine Kostenschätzung über rund 70'000 Franken. Nachdem die Kantonspolizei den Massnahmenplan geprüft und für gut befunden hatte, führte der Gemeinderat ein öffentliches Mitwirkungsverfahren durch.

Von Ende Oktober bis Ende November 2024 lag der Massnahmenplan öffentlich auf. Zum Auftakt dieser Phase organisierte die Gemeinde eine Begehung, bei der Fachleute das Projekt erläuterten und Fragen beantworteten. Rund 40 interessierte Personen nahmen teil und diskutierten über Ziele, Massnahmen sowie die Notwendigkeit und Konsequenzen der geplanten Zone.

Während der Mitwirkung gingen neun überwiegend positive Rückmeldungen ein. Gleichzeitig wurden Optimierungsvorschläge eingereicht. Das beauftragte Ingenieurbüro überarbeitete daraufhin den Massnahmenplan. Unter anderem wurde die Eingangssignalisation an der Steineggstrasse verschoben, um Fahrmanöver von Postauto und ZAB-Entsorgungsfahrzeugen nicht zu beeinträchtigen.

Rekurse zu Verkehrsanordnung abgewiesen

Anfang 2025 verabschiedete der Gemeinderat den angepassten Massnahmenplan und beantragte bei der Kantonspolizei den Erlass der Verkehrsanordnung. Die Kantonspolizei genehmigte den Antrag und verfügte die entsprechenden Massnahmen.

Während der öffentlichen Auflage gingen zwei Rekurse ein, die nun vom Baudepartement abgewiesen wurden. Da keine Beschwerde ans Verwaltungsgericht erhoben wurde, ist die Verfügung nun rechtskräftig.

Die baulichen Massnahmen in der Rosenstrasse sind teilweise bereits umgesetzt oder folgen in den kommenden Wochen und Monaten. Während der Sanierungsarbeiten an der Sonnhaldenstrasse und am Blumenweg werden weitere Massnahmen realisiert. Sobald alle baulichen Arbeiten abgeschlossen sind, wird die Tempo-30-Zone mit dem Anbringen der Signalisation definitiv in Kraft gesetzt.

Erfolgreiches Verfahren

«Der Gemeinderat freut sich über die Realisierung der ersten Tempo-30-Zone in der Gemeinde," findet Gemeindepräsident Andreas Baumann. «Mit dem breit abgestützten Antrag und der öffentlichen Mitwirkung zeigte sich, dass die Bevölkerung von Beginn weg partizipieren konnte. Dies ist bestimmt einer der Gründe, weshalb das Projekt auf wenig Widerstand stiess. Nun sind wir auf die ersten Erfahrungen mit der Tempo-30-Zone gespannt.»

Kommentare

Weiterlesen

see
45 Interaktionen
Badewetter
Globi
Nach Buch-Zoff

MEHR DEGERSHEIM

Degersheim
Degersheim
Degersheim
Degersheim

MEHR AUS WIL

Festnahme im Kanton
2 Interaktionen
Wil SG
Wil SG
Wil SG
Solarenergie Wil
Wil SG