Wer ein E-Bike kaufen möchte, sollte einiges beachten. Filialleiter Gunnar Meinel des m-way-Flagshipstores in Wallisellen fasst die wichtigsten Tipps zusammen.
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Im neuen m-way-Flagshipstore in Wallisellen gibt es eine grosse Auswahl an E-Bikes. - Swiss E-Mobility Group

Das E-Bike ist beliebter denn je. 2020 sind die Verkaufszahlen gemäss der Statistik von Velo Suisse gegenüber dem Vorjahr um 28,5 Prozent gestiegen. Damit erreichen die Verkaufszahlen des Transportmittels einen weiteren Höchstwert.

In Wallisellen können E-Bikes im neuen Flagshipstore von m-way eingekauft werden. Shopleiter Gunnar Meinel gibt Auskunft, was beim E-Bike-Kauf – und danach – beachtet werden muss.

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Gunnar Meinel ist der Shopleiter des m-way-Stores in Wallisellen. - Swiss E-Mobility Group

1. Bedürfnis-Check beim E-Bike:

Überlege dir, für welchen Einsatzbereich oder welches Einsatzgebiet dein E-Bike vor allem genutzt wird.

Diese Hauptkategorien gibt es:

E-Mountainbike: «Hardtail» mit Federung vorne (für leichtere Trails) oder «Fully» mit Federung vorne und hinten (für echten Trailspass)

E-Urban-Bike: puristisch und cool

E-City-Bike: mit praktischen Details wie Gepäckträger und eher aufrechter Sitzhaltung

E-Trekking-Bike: für grössere Ausfahrten, leicht gefedert

E-Road-Bike: Rennvelo mit elektrischer Unterstützung, z. B. zum Mithalten in einer Gruppe mit stärkeren Fahrern

E-Gravel-Bike: Rennvelo mit breiteren Reifen für Querfeldein-Strecken, über Tramschienen – der E-Bike-SUV für die Stadt

S-Pedelec: E-Bike mit 45 km/h Maximalgeschwindigkeit – z. B. für Pendelstrecken über 10 Kilometer

E-Cargo-Bike: das Lastenbike, z. B. für den gewerblichen Lieferbereich

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In Wallisellen hat die bislang grösste Filiale des Schweizer E-Bike-Händlers m-way eröffnet. - Swiss E-Mobility Group

2. Ergonomie:

Magst du es lieber sportlich wie beim Trekking- oder Mountainbike? Oder soll die Sitzposition eher aufrecht sein wie beim Citybike?

3. Gesundheit:

Falls zum Beispiel der Rücken Probleme macht, ist ein vollgefedertes Bike zu bevorzugen. Auch diese gibt es mit Schutzblech, Gepäckträger und Licht.

4. Lasten:

Hier unbedingt die erlaubte Zuladung und den längeren Bremsweg beachten.

Wenn Kinder mitfahren sollen, auf eine gute Bremsanlage (z. B. Shimano XT) und eine geeignete Sicherung achten.

Damit es trotz Lasten zügig vorangeht, einen starken Motor mit viel Drehmoment wählen (z. B. Bosch CX mit 75 bzw. 85Nm).

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Auf eine Probefahrt sollte beim E-Bike nicht verzichtet werden. - Swiss E-Mobility Group

5. Probefahrt:

Dein Körper sagt dir, was du brauchst. In den m-way-Shops stehen zahlreiche Modelle für Probefahrten bereit. Eine gute Beratung hilft danach beim Anpassen auf Körpergrösse und weitere individuelle Körpermerkmale.

Trotz vielfältigem Onlineangebot: Kein Kauf ohne Probefahrt. Ausser du weisst genau, was du willst und hast es schon ausprobiert.

6. Pflege:

E-Bikes leisten in der Regel mehr als normale Bikes und man fährt längere Strecken. Darum sollte man sie regelmässig warten und gut pflegen, damit keine Schäden entstehen und die Sicherheit immer gewährleistet ist.

Zum ersten E-Bike gehört darum ein Pflege-Starterpaket, z. B. der Bike Cleaning Kit Eimer von Motorex.

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Gunnar Meinel vom Flagshipstore in Wallisellen. - Swiss E-Mobility Group

7. Service:

Aus den gleichen Gründen empfiehlt sich einmal pro Saison ein Check beim in der Werkstatt. Oder sicher mindestens einmal pro Jahr.

Bei einem S-Pedelec mit 45 km/h Maximalgeschwindigkeit und bei täglichem Gebrauch ist aus Sicherheitsgründen sogar eine halbjährliche Prüfung sehr sinnvoll.

Auch die Kette wird beim schnellen E-Bike stark beansprucht. Wer diese regelmässig kontrollieren lässt, erspart sich allfällige hohe Folgekosten. Die Bremsbeläge sollten gerade beim E-Bike ebenfalls immer top in Schuss sein.

8. Speedbike ja oder nein:

Ab circa 10 bis 15 Kilometer pro Weg macht ein S-Pedelec (45 km/h Maximalgeschwindigkeit) für Pendler Sinn.

Aber natürlich sorgt es auch in der Freizeit für gute Laune – eher weniger für den Familienausflug. Achtung: Mit dem S-Pedelec darfst du nicht auf dem Radweg oder Wanderweg fahren.

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Grosse Auswahl im neuen m-way-Flagshipstore in Wallisellen. - Swiss E-Mobility Group

9. Akku:

Ein Akku friert nicht gerne. Bei Temperaturen unter 5 bis 10 Grad solltest du ihn rausnehmen, wenn das Bike länger steht. Bei der Fahrt spielt die Temperatur keine Rolle.

Vor dem Winterschlaf den Akku auf ca. 60 Prozent aufladen. In diesem Zustand ist er bei der Lagerung am wenigsten gestresst. Akku trocken, sturzsicher und am besten bei 10 bis 20 Grad Raumtemperatur lagern.

10. Helm:

E-Bike-Fahrer brauchen zwingend einen Helm, auch wenn er gesetzlich nur für die schnellen S-Pedelecs vorgeschrieben ist. Dieser sollte alle 3 Jahre ersetzt werden und nach einem Sturz sowieso.

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