Dietikon zieht Bilanz zum Suizidpräventionsprojekt

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Dietikon wertet das 2025 abgeschlossene Pilotprojekt zur Suizidprävention positiv aus. Die Massnahmen werden fortgesetzt und auf Sensibilisierung ausgerichtet.

Bahnhof Dietikon.
Bahnhof Dietikon. - Nau.ch / Miriam Danielsson

Wie die Stadt Dietikon mitteilt, hat die Stadt das Ende 2025 abgeschlossene Pilotprojekt zur Suizidprävention bilanziert. Die Stadt Dietikon war eine von fünf Zürcher Gemeinden, die daran teilnahmen.

Initiiert wurde das Projekt von Prävention und Gesundheitsförderung Kanton Zürich sowie der Schweizerischen Gesundheitsstiftung RADIX. Ziel war es, nachhaltige und wirksame Massnahmen zur Suizidprävention auf Gemeindeebene zu entwickeln und zu verankern.

Sensibilisierung und Information der Bevölkerung im Zentrum

Im Rahmen des Projekts wurde unter anderem ein gelbes «Wie-geht-es-dir?»-Bänkli vor dem Stadthaus aufgestellt. Dieses soll Gespräche über das persönliche Wohlbefinden fördern.

Zudem wurde eine interdisziplinäre Projektgruppe mit Fachpersonen aus dem Alters- und Gesundheitszentrum, der Schule, der Jugendarbeit, der Sozialberatung, der Integrationsförderung, dem Jugenddienst und der Suchtprävention. Unter der Leitung der Sicherheits- und Gesundheitsabteilung analysierte die Gruppe die lokalen Herausforderungen und erarbeitete entsprechende Massnahmen.

Die während der Projektphase eingeführten Massnahmen werden auch nach Abschluss des Pilotprojekts weitergeführt. Im Zentrum stehen dabei eine breite Sensibilisierung und Information der Bevölkerung.

Dazu gehören Informationsmaterialien und Notfallkontakte – beispielsweise am Zuzügeranlass oder Herbstmarkt –, Mailings an Arztpraxen, interne Weiterbildungen sowie Vernetzungstreffen mit externen Partnerorganisationen wie RegioSpitex, Kirchen, Pro Senectute, BZL und BWSL. Die Umsetzung erfolgt innerhalb der bestehenden personellen und finanziellen Ressourcen.

Offenes Gespräch als Schlüssel in der Suizidprävention

Das zentrale Anliegen der Suizidprävention bleibt, Menschen zu ermutigen, über Suizidgedanken zu sprechen und frühzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen. Suizidgedanken sind nach wie vor stark tabuisiert.

Viele Betroffene sprechen aus Angst oder Unsicherheit nicht darüber. Auch Angehörige vermeiden das Thema häufig, weil sie befürchten, etwas Falsches zu sagen oder jemanden auf eine Idee zu bringen.

Diese Sorge ist unbegründet: Suizidgedanken entstehen nicht dadurch, dass darüber gesprochen wird. Im Gegenteil – Gespräche können entlasten und helfen, Unterstützung zu ermöglichen.

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