Mit 2:1-Sieg: FC Wettswil-Bonstetten wahrt Aufstiegshoffnung
Der FC Wettswil-Bonstetten bezwingt den FC Baden auswärts mit 2:1. Dank des engagierten Auftritts mischen die Ämtler im Aufstiegsrennen weiter mit.

Grandiose 25 Punkte erzielte WB in den ersten zehn Partien der Rückrunde und stürmte auf Rang zwei, dann kam Sand ins Getriebe der Ämtler, berichtet der FC Wettswil-Bonstetten. Sie gingen gegen Winterthurs Nachwuchs unglaublich 0:5 unter und liessen eine Woche später, beim 2:2 gegen Kosova, weitere Punkte liegen.
Nun stand auswärts die Affiche gegen den renommierten FC Baden an, der sich einer guten Form erfreut und zuletzt fünfmal nicht mehr verlor. Dessen Trainer Eddie Barrera zeigte sich im Vorfeld der Partie zuversichtlich: «Ich erwarte, dass wir den Schwung aus den vergangenen Spielen mitnehmen und freue mich auf den Schlagabtausch mit Wettswil-Bonstetten, welches sicherlich die Offensive suchen wird.»
Badener Tor mit Makel
WB machte nicht viel Federlesen. Zielstrebig wurde sofort der Abschluss gesucht. Bereits in Minute zwei beanspruchte Baden-Keeper Stefan Mitrev seine gesamten 190 Zentimeter Körperlänge, um einen perfiden Lobball von Veljko Vukasinovic um den Pfosten zu lenken.
Kurz darauf meldete das Heimteam seine Ambitionen an. Nach einem Eckball wurde das Ziel knapp verfehlt, daraufhin präsentierte sich WB-Schlussmann Veljko Maksimovic mit seiner Parade hellwach. Die Reihe war wieder an den Ämtlern und deren extrem quirligen Marc Figueiredo.
Dieser wurde zuerst bei seinem Abschlussversuch in letzter Not gebremst und nur wenig später knapp ausserhalb des Strafraums unsanft gestoppt. Der Unparteiische liess das Spiel weiterlaufen und stand wenig später abermals im Fokus.
Baden führt, WB gleicht sehenswert aus
Nach einer Regelwidrigkeit an Verteidiger Claudius Brüniger gelangte Baden in Ballbesitz und in der Folge düpierte Ensar Huruglica sehenswert die WB-Abwehr zur überraschenden Aargauer Führung. WB reagierte trotzig – und stark.
Ein schlicht genialer Schlenzer von Figueiredo landete am entfernten Pfosten und der goldrichtig antizipierende Vukasinovic erbte zum 1:1. Die Partie war neu lanciert. Auf Seiten Badens gelangte dessen Topskorer Alessandro Barletta zu zwei vielversprechenden Abschlüssen, im Gegenzug konnte sich Mitrev mit einer Glanzparade auszeichnen.
Die knapp 500 Zuschauer besassen in der Pause reichlich Gesprächsstoff zum Diskutieren, Debattieren und Analysieren.
WB legt ein Brikett drauf
Die Ämtler starteten furios in die zweite Hälfte. Schon nach wenigen Sekunden kam Vukasinovic vor dem gegnerischen Gehäuse um den berühmten Schritt zu spät, später sorgte ein rasant ausgeführter Freistoss für höchste Gefahr im Badener Strafraum. WBs Zielstrebigkeit wurde nach knapp einer Stunde belohnt.
Gabriel Di Battista stürmte auf dem rechten Korridor unaufhaltsam davon und seine scharfe Hereingabe fand in der Mitte einen Abnehmer: Janick Hager, heranbrausend, wuchtete den Ball mit dem Kopf in den Torwinkel. Ein Traumtor in der Entstehung sowie Vollendung. WB hielt das Tempo unverändert hoch und erspielte sich weitere Gelegenheiten, allerdings nicht glasklare.
Der Gastgeber witterte, je länger der Match dauerte, seine Chance und setzte gehörig Druck auf. Maksimovic hatte alle Hände voll zu tun. Und dies erfolgreich. Nach einem klug gespielten Konter verpasste Figueiredo mit seinem Schuss das Lattenkreuz um Handbreite.
WB siegt, bleibt im Aufstiegsrennen
Später erfolgte der Schlusspfiff und WB durfte sich über den Sieg und die Gewissheit freuen, im Aufstiegsrennen weiter noch ein Wort mitreden zu können. Seine Punkte 54, 55 und 56 bedeuten exakt einen exzellenten Zwei-Punkte-Durchschnitt pro Partie.
Allerdings gewannen auch die vorderen Teams Taverne und Tuggen. Die Ämtler sind somit in den verbleibenden zwei Spielen auf Schützenhilfe anderer angewiesen, um in der Tabelle noch auf Rang drei zu klettern, der zu Aufstiegsspielen berechtigt.
WB-Stimmen zum Spiel
Der auffälligste Akteur der Partie, Marc Figueiredo, meinte: «Wir kamen top in den Match, hatten guten Chancen – und lagen plötzlich blöd zurück. Unsere Reaktion folgte postwendend und wir siegten meines Erachtens verdient, auch wenn wir am Schluss leiden mussten.»
Auf seine zahlreichen gelungenen Paraden angesprochen, meinte Torhüter Veljko Maksimovic – ansonsten Reservist – bescheiden: «Wir alle zeigten ein starkes Spiel und haben uns den Sieg gemeinsam und hart erarbeitet.»
Das Schlussvotum gehörte dem zufriedenen Trainer Hesam Mirzai: «Unser Auftritt war engagiert. Nach dem unglücklichen Rückstand blieben wir ruhig. Ein Sieg in Baden ist alles andere als einfach, Gratulation an das Team. Jetzt wollen wir unsere beiden letzten Partien gewinnen. Und einfach hoffen, dass einer der Mitkonkurrenten noch Punkte abgibt.»









