Die Zahl der gemeldeten Beobachtungen von Wölfen steigt im Kanton Graubünden stetig.
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Ein Wolf im Dickicht. (Symbolbild) - Keystone

Dem Amt für Jagd und Fischerei GR wurden im April 2021 rund 180 direkte (Sichtung/Fotofalle/Geheul) und indirekte (Spur/Kot/Wildtierriss) Wolfsnachweise gemeldet. Es werden vermehrt auch Beobachtungen im Prättigau inkl. Klosters gemacht. Dabei nimmt die Wolfspräsenz in Siedlungsnähe stark zu, mehrmals wurden Wölfe in und um Dörfer beobachtet.

Die Berggebiete erfreuen sich, auch in Folge der Corona-Krise, immer grösserer Beliebtheit. Der Wander- und Biketourismus hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Gleichzeitig hat die Weide- und Alpsaison begonnen. Zusammen mit starken Zunahme von Wolfrudeln und Einzelwölfen in den Berggebieten kann dies zu Konflikten führen.

In der Regel meiden die Wölfe den direkten Kontakt zu Menschen. Begegnungen mit einem Wolf sind daher äussert selten, da sich der Wolf zurückzieht, sobald er einen Menschen bemerkt. Sie können jedoch auch neugierig sein und den Menschen vor dem Rückzug erst einmal mustern. Um die Bewohner und Gäste von Klosters bei solchen Fällen zu sensibilisieren, hat die Gemeinde ein Merkblatt erstellt, welches die grundsätzlichen Verhaltensregeln rund um das Thema Wolf enthält.

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