Spital Oberengadin vor dem Aus gerettet
Neun Oberengadiner Gemeinden genehmigten den Rettungsplan für das Spital Oberengadin in Samedan und sicherten damit die medizinische Versorgung der Region.

Nach monatelangen finanziellen Herausforderungen steht das Spital Oberengadin in Samedan nun auf stabiler Basis.
Am Mittwochabend stimmten neun Oberengadiner Gemeinden dem neuen Rettungsplan zu, wie das «SRF» berichtet.
Die Zustimmung fiel nahezu einstimmig aus. Gleichzeitig wurde die Gründung der öffentlich-rechtlichen Anstalt «Sanadura» beschlossen, die künftig die regionale Gesundheitsversorgung koordinieren wird.
Spital Oberengadin: Bettenzahl sinkt, 48 Stellen fallen weg
Nach dem dritten Anlauf ist ein entscheidender Schritt zur Stabilisierung des Spitalbetriebs erfolgt. Die Vorlage sieht einen Kredit von 19,5 Millionen Franken zur Finanzierung dreier Leistungsvereinbarungen vor.
Trotz der Zustimmung wird das medizinische Angebot eingeschränkt. Mehrere Stockwerke werden geschlossen, und die Zahl der Betten reduziert, wie die «SRF»-Berichterstattung zeigt.
Auch das Personal ist betroffen, berichtet «blue News» unter Berufung auf eine SDA-Meldung. Ende März verlieren rund 48 Mitarbeitende, vorwiegend im Pflegebereich, ihre Stelle.
Neue Trägerschaft sichert Versorgung bis 2026
Die medizinische Versorgung ist zunächst durch eine Vereinbarung mit dem Kantonsspital Graubünden und der Klinik Gut gesichert. Dieser Vertrag gilt vorläufig von April bis Ende 2026, wie das «SRF» erklärt.
Zwei Gemeinden, Zuoz und St. Moritz, müssen die Vorlagen noch abschliessend bewilligen. Diese Gemeindeentscheide sind für den formellen Abschluss der Neuorganisation entscheidend, erläutert die Stiftung Gesundheitsversorgung Oberengadin.

Die neue Trägerschaft «Sanadura» wird danach Leistungsvereinbarungen für Akut- und Langzeitpflege abschliessen und die Basis für eine langfristige Versorgung schaffen. Gemäss der Stiftung übernimmt ab 1. April 2026 die Spital Oberengadin AG den Betrieb, eingebettet in die KSGR-Gruppe.











