Graubünden weist Aufwandüberschuss von 218,5 Millionen Franken aus
Die Rechnung 2025 des Kantons Graubünden schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 218,5 Millionen Franken ab. Die Regierung begründet dies hauptsächlich mit Einlagen von 200 Millionen Franken in die Spezialfinanzierung Klimaschutz und Innovation. Für 2026 erwartet sie einen Aufwandüberschuss von rund 60 Millionen Franken.

Beim Aufwand seien insbesondere Ausgaben im Sozial- und Gesundheitswesen gestiegen, schrieb der Kanton am Mittwoch in einer Mitteilung. Gleichzeitig nahm aufgrund der per 2024 in Kraft getretenen Steuerfusssenkung um fünf Prozentpunkte der Ertrag um 33,4 Millionen Franken ab.
Auch beim zweitgrössten Ertragsposten, dem nationalen Finanzausgleich, sanken die Einnahmen um knapp 9 Millionen Franken. Bei der Gewinnausschüttung der Schweizerischen Nationalbank erhielt der Kanton im Vergleich zu 2024 hingegen 56,7 Millionen Franken mehr.
Die Einnahmen halten derzeit mit den Ausgaben nicht mehr Schritt. Die Gesamtausgaben haben in den letzten drei Rechnungsjahren um fast ein Fünftel zugenommen. Gleichzeitig sind die Gesamteinnahmen nur um 1,6 Prozent angestiegen. Die Bruttoinvestitionen erreichen 2025 mit 457,9 Millionen einen erneuten Rekordwert, teilte der Kanton weiter mit.
Zur Deckung von Aufwandüberschüssen sowie zur Finanzierung von Sonderprojekten stehe ausschliesslich das frei verfügbare Eigenkapital zur Verfügung. Dieses wird mit der Einlage von 200 Millionen in die Spezialfinanzierung Klimaschutz und Innovation gezielt abgebaut und liegt Ende 2025 bei 667 Millionen (Vorjahr: 927 Millionen Franken).










