Swiss muss im Sommer über 300 Flüge streichen
Bei der Fluggesellschaft Swiss hält der Piloten-Mangel weiter an. Dieses Mal musste die Swiss 326 Flüge streichen.

Das Wichtigste in Kürze
- Wegen Pilotenmangel musste die Swiss für diesen Sommer über 300 Flüge streichen.
- Es sind ausschliesslich Langstreckenverbindungen von den Anpassungen betroffen.
Erneut muss Swiss-Manager Oliver Buchhofer ankündigen, dass die Fluggesellschaft Swiss im Sommer bereits geplante Flüge streichen musste.Der Grund: Es fehlt weiterhin an Pilotinnen und Piloten.
326 Flüge der Fluggesellschaft Swiss sind betroffen, wie «Aerotelegraph» berichtet. Diese sind laut der Airline bereits Mitte Februar gestrichen und betroffene Passagiere informiert worden.
Das aktuell publizierte Flugprogramm für den Sommer könne Stand heute so durchgeführt werden. Zum aktuellen Zeitpunkt gebe es also auch keine Auswirkungen mehr auf die Fluggäste der Swiss.
«Die Streichungen sind das letzte Mittel», sagt Buchhofer gegenüber «Aerotelegraph». Denn ohne Flüge entgehen Swiss Einnahmen. Gleichzeitig seien Annullierungen für die betroffenen Passagierinnen und Passagiere unangenehm, erklärt Buchhofer.
Diese Flugverbindungen sind besonders betroffen
Von den Anpassungen sind ausschliesslich Langstreckenverbindungen betroffen. So reduziert Swiss etwa die Flüge nach Chicago von 14 auf neu zwölf pro Woche.
Auch die Verbindung nach Shanghai wird deutlich ausgedünnt: Im Sommer sind nur noch drei wöchentliche Flüge geplant, nachdem es zuvor sieben waren.
«Wir setzen bei personalintensiven Strecken an», erklärt Buchhofer dem Luftfahrtportal. Hintergrund ist ein anhaltender Pilotenmangel bei Swiss. Es fehlt an Kapitänen und Copiloten auf verschiedenen Flugzeugtypen – vom A320 bis zum A340.
Triebwerksprobleme verschärfen Situation
Zusätzliche Faktoren verschärfen die Situation: Elf Flugzeuge können wegen Triebwerksproblemen derzeit nicht eingesetzt werden, wie das Luftfahrtportal weiter schreibt.
Gleichzeitig binden aufwendige Umschulungen Kapazitäten: etwa für den neuen Airbus A350, der im Sommer erstmals im regulären Betrieb eingesetzt werden soll.
Eine rasche Entspannung ist nicht absehbar. Denn gemäss Gesamtarbeitsvertrag erfolgt der Aufstieg neuer Crewmitglieder nur schrittweise: Vom Copiloten auf der Kurzstrecke bis zum Kapitän auf der Langstrecke vergehen mehrere Jahre.











