Die öffentlichen Forstbetriebe haben im letzten Jahr in Graubünden rund 3400 Hektaren Wald gepflegt. Das sind 1,5 Prozent der Gesamtwaldfläche.
Wald
Blick in einen Wald. (Symbolbild) - Keystone
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Jährlich könnten in Bündner Wäldern maximal 390'000 Kubikmeter Holz genutzt werden. Wie schon seit 2016 sei dieses Kontingent im letzten Jahr nicht ausgeschöpft worden, heisst es in der Mitteilung der Standeskanzlei vom Mittwoch, 1. Juni 2022. 2021 wurden 340'000 Kubikmeter Holz geerntet. Dies zeige, dass die steigenden Holzpreise noch keinen Einfluss auf die Holzmenge hätten.

Im Fokus der öffentlichen Forstbetriebe steht jeweils die Pflege der Schutzwälder. Von den rund 122'000 Hektaren Schutzwald in Graubünden wurden im letzten Jahr rund 2400 Hektaren gepflegt. Diese Fläche lag im Durchschnitt der letzten Jahre.

Im «Biodiversitätswald» wurden im letzten Jahr rund 400 Hektaren behandelt. Dazu gehörten vor allem auch Massnahmen zugunsten des Auerwildes, heisst es in der Mitteilung. Mehr als ein Drittel des Bestands an Auerhühnern in der Schweiz sei in Graubünden zu finden.

Um das Holz auch in nur schwer zugänglichen Gebieten mit hohen Bringungskosten zu nutzen, wurde das Programm «Langstreckenseilkran/Seilkran» umgesetzt. Damit konnten zusätzlich 30'000 Kubikmeter Holz geerntet werden. Das Programm soll eine Alternative bieten zum Einsatz von Helikoptern und dem Ausbau der Waldstrassen.

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