Klimawandel

Klimawandel: Spatenstich für Schwammstadt-Massnahmen erfolgt

Stadt Bülach
Stadt Bülach

Bülach,

Als Antwort auf klimatische Herausforderungen setzt die Stadt Bülach an der Schützenmattstrasse erste Schwammstadt-Massnahmen für den Strassenraum um.

Schwammstadt
Das Projekt-Team der Schwammstadt Schützenmattstrasse vor der frisch enthüllten Informationstafel. - Stadt Bülach

Die Schwammstadt an der Schützenmattstrasse wird konkret, teilt die Stadt Bülach mit. Mit einem symbolischen Spatenstich haben die Projektbeteiligten der Stadt Bülach, der Mobiliar und der OST – Ostschweizer Fachhochschule die Umsetzungs-Massnahmen offiziell gestartet.

Die Erneuerung der Schützenmattstrasse läuft seit Mitte Mai. Parallel zum Strassenbau beginnt ab heute die Umsetzung der verschiedenen Schwammstadt-Massnahmen.

Als erstes Element erhält das Trottoir auf der Südseite der Strasse einen wasserdurchlässigen Belag. Sensoren unter dem Belag messen die Versickerungsfähigkeit und geben Aufschluss über die Wasserverteilung im Boden.

Symbolischer Spatenstich für die Schwammstadt

Stadträtin Andrea Spycher und Max Suter, Generalagent der Mobiliar Bülach, enthüllten zusammen mit Prof. Tobias Baur, stv. Leiter ILF Institut für Landschaft und Freiraum, und Prof. Dr. Michael Burkhardt, Leiter UMTEC Institut für Umwelt- und Verfahrenstechnik der OST – Ostschweizer Fachhochschule, die Informationstafel für das Projekt.

Mit diesem symbolischen Spatenstich ist der Bau der Schwammstadt an der Schützenmattstrasse offiziell lanciert.

Erkenntnisse gewinnen, um Schäden vorzubeugen

Stadträtin Andrea Spycher ging in ihrer Ansprache auf das Potenzial neuer Lösungen für die klimatischen Herausforderungen im Stadtraum ein und hob die gute Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand hervor.

Max Suter betonte die Bedeutung des Schwammstadt-Prinzips für die Vorbeugung von Überschwemmungsschäden an Gebäuden und Infrastrukturen durch Oberflächenabfluss und den Wert widerstandsfähiger und lebenswerter Städte. Prof. Tobias Baur und Prof. Dr. Michael Burkhardt erklärten das Konzept, die Modelle und die Technologie, mit der die Schwammstadt-Effekte an der Schützenmattstrasse gemessen werden.

Neue Herausforderungen erfordern neue Lösungen

Schwammstadt-Massnahmen sind eine Antwort auf neue klimatische Herausforderungen im urbanen Raum. Mehr Grün und eine angepasste Bewirtschaftung des Niederschlagswassers können zur Verbesserung des Stadtklimas eingesetzt werden.

Wasser, das auf durchlässigen Flächen in den Untergrund versickert, wird gereinigt und wirkt sich positiv auf die Vitalität der Stadtbäume aus. Gesunde Bäume verdunsten mehr Wasser, kühlen die Umgebungsluft und erhöhen die Aufenthaltsqualität.

Messen und Testen mit Wirtschaft und Wissenschaft

Das Schwammstadt-Projekt an der Schützenmattstrasse ist ein gemeinsames Vorhaben der Stadt Bülach, der Mobiliar Genossenschaft, der OST – Ostschweizer Fachhochschule, des Amts für Abfall, Wasser, Luft und Energie (AWEL) des Kantons Zürich, des Verbands Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA) und der Creabeton AG.

Die Projektpartnerinnen und Projektpartner begleiten das Projekt und beteiligen sich inhaltlich, wissenschaftlich oder finanziell. Das Planungsbüro Henning Larsen hat das Konzept für die Schützenmattstrasse entwickelt.

Die Stadt Bülach informiert auf der Webseite regelmässig über die Schwammstadt-Massnahmen an der Schützenmattstrasse.

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