Sträuchertausch-Aktion fördert die Vielfalt im eigenen Garten

Stadt Biel
Stadt Biel

Biel/Bienne,

Zum Start der Gartensaison unterstützt die Stadt Biel die Bevölkerung beim Naturschutz: Kostenlose Beratungen und ein Sträuchertausch fördern die Biodiversität.

Blumenwiese
Eine Magerwiese mit grosser Biodiversität. - Lorenz Achtnich

Mit dem Frühling beginnt die Gartensaison, berichtet die Stadt Biel. Wer seinen Garten, Balkon oder Innenhof naturnah gestaltet, schafft wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen und trägt zur Lebensqualität in der Stadt bei. Die Stadt Biel unterstützt die Bevölkerung dabei mit verschiedenen Angeboten und praktischen Tipps für mehr Biodiversität.

Die Stadt Biel engagiert sich aktiv für die Förderung der Biodiversität. Der Aktionsplan Biodiversität 2025–2028 befindet sich bereits in der Umsetzung. Gleichzeitig wird zusammen mit Freiwilligen ein Florainventar erstellt, um die Pflanzenvielfalt in Biel besser zu erfassen. Zudem ist die Erarbeitung einer Biodiversitätsstrategie vorgesehen – eine Massnahme des aktuellen Legislaturprogramms.

Auch die Bevölkerung kann einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität leisten. Schon kleine Massnahmen können viel bewirken: Einheimische Pflanzen bieten Nahrung und Lebensraum für Wildbienen, Schmetterlinge, Vögel und zahlreiche weitere Tiere. Naturnahe Gärten tragen zudem dazu bei, das Stadtklima zu verbessern und die Umgebung widerstandsfähiger gegen Hitzeperioden zu machen.

So wird der Garten zur Biodiversitätsoase

Wer den eigenen Garten oder Balkon biodiversitätsfreundlicher gestalten möchte, kann mit einfachen Schritten beginnen. Besonders empfehlenswert ist die Verwendung einheimischer Blumen, Stauden und Sträucher, da diese an die lokalen Bedingungen angepasst sind und einen hohen ökologischen Wert für die Tierwelt bieten.

Zudem sollte auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichtet werden, da diese nicht nur Schädlinge, sondern auch wichtige Nützlinge wie Wildbienen oder Marienkäfer schädigen können.

Auch sogenannte wilde Ecken leisten einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt. Ein Ast- oder Laubhaufen, eine ungemähte Fläche oder verblühte Pflanzen bieten vielen Tieren Rückzugsorte und Nahrung. Ergänzend dazu fördern vielfältige Strukturen wie Trockenmauern, Blumenwiesen oder andere Kleinstrukturen die Biodiversität zusätzlich.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Entfernung invasiver Neophyten. Problempflanzen wie Kirschlorbeer oder Goldrute verdrängen einheimische Arten und breiten sich rasch aus, weshalb ihre Eindämmung einen wichtigen Beitrag zum Schutz der heimischen Natur leistet.

Stadt unterstützt mit kostenloser Beratung

Die Stadt Biel engagiert sich mit verschiedenen Angeboten für mehr Biodiversität in Privatgärten. Interessierte Einwohnerinnen und Einwohner können eine kostenlose Beratung für naturnahes Gärtnern in Anspruch nehmen.

Fachpersonen zeigen direkt vor Ort konkrete Möglichkeiten auf, wie Grünflächen ökologisch aufgewertet werden können. Das Angebot richtet sich an Eigentümerinnen und Eigentümer ebenso wie an Mieterinnen und Mieter sowie Verwaltungen und Wohnbaugenossenschaften.

Neophytensack und Sträuchertausch-Aktion

Invasive Neophyten dürfen weder kompostiert noch in der Natur entsorgt werden, da sie sich dadurch weiterverbreiten können. Mit dem kostenlosen Neophytensack können diese Pflanzen fachgerecht entsorgt werden. Die Säcke sind bei der Stadt erhältlich.

Auch dieses Jahr organisiert die Stadt Biel wieder eine Sträuchertausch-Aktion. Einwohnerinnen und Einwohner erhalten dabei die Möglichkeit, exotische oder invasive Sträucher gratis gegen einheimische Arten auszutauschen. Einheimische Sträucher bieten zahlreichen Insekten und Vögeln Nahrung und Lebensraum und fördern so die Biodiversität direkt vor der Haustür.

Dieses Jahr ersetzt die Stadtgärtnerei für jede eingetauschte Pflanze zusätzlich einen invasiven Strauch auf öffentlichen Flächen. Die nächste Sträuchertausch-Aktion findet am 14. November 2026 statt.

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