Kanton Bern: Arbeitslosigkeit sinkt leicht – Quote bleibt bei 2,2 Prozent
Im Kanton Bern waren im August 2026 12'130 Personen arbeitslos, 121 weniger als im Juli. Die Quote verharrt bei 2,2 Prozent, in Biel/Bienne bei 4,6 Prozent.

Die Zahl der Arbeitslosen im Kanton Bern ist im August 2026 um 121 Personen auf 12'130 leicht gesunken. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 2,2 Prozent (Schweiz: unverändert bei 3,0 Prozent). Der Rückgang im August ist eher ausserge-wöhnlich.
Üblicherweise steigt die Arbeitslosigkeit, insbesondere aufgrund der Ausbildungsabgängerinnen und -abgänger ohne Anschlusslösung. Bereinigt um die jahreszeitli-chen Effekte ist die Arbeitslosigkeit im Kanton Bern stabil geblieben.
Die Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen stieg um 198 Personen
Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist auf rückläufige Arbeitslosenzahlen in der Mehrheit der Branchen sowie auf einen unterdurchschnittlichen Anstieg bei den Ausbildungsabgängerinnen und -abgänger zurückzuführen. So stieg die Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen (15- bis 24-Jährige) im Vergleich zum Vormonat um 198 auf 1446 Personen (im langjährigen Durchschnitt betrug der Anstieg 241 Personen).
Bereinigt um die saisonalen Einflüsse blieb die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat stabil. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote beträgt 2,3 Prozent (Details zur Saisonbereinigung siehe Hinweis).
In fünf von zehn Verwaltungskreisen nahm die Arbeitslosigkeit ab. In vier Verwaltungskreisen ist die Arbeitslosigkeit stabil geblieben und im Verwaltungskreis Biel/Bienne hat sie zugenommen. Die Spannweite der Arbeitslosenquote in den Verwaltungskreisen geht von 0,8 (Obersimmental-Saanen) bis 4,6 Prozent (Biel/Bienne).
Verglichen mit dem August 2025 sind 866 Personen mehr arbeitslos.
Im August 2026 wurden 69 Voranmeldungen zur Kurzarbeit genehmigt. Sie betrafen potenziell 905 Beschäftigte (Juli 2026: 83 genehmigte Voranmeldungen, potenziell ).
Bei der Saisonbereinigung werden regelmässige jahreszeitliche Einflüsse aus der Monatsstatistik eliminiert, um die konjunkturbedingten Veränderungen der Arbeitslosenzahlen zu untersuchen. Die jahreszeitlichen Schwankungen kommen beispielsweise durch die Witterung (Gast- und Baugewerbe) oder institutionelle Termine (Ausbildungsabschlüsse, Feiertage, Ferien) zustande.










