Cup-Schreck Köniz schlägt wieder zu
Der FC Köniz schlägt den FC Münsingen im Cup mit 3:1.

Am 16. September des Jahres 2016 empfing der FC Köniz zuhause den FC Lausanne-Sport für den Cup-Sechzehntelfinal und die Sensation gelingt. Gleich mit 3:1 fertigt Köniz den Super-Ligisten ab, und das nur ein Jahr nach einem 3:1-Triumph über GC in der gleichen Runde des Cups.
Sprung ins Jahr 2025: Der FC Köniz empfängt zuhause den FC Lausanne- Sport II. Die krachende 1:10-Niederlage bedeutet den Abstieg in die 2. Liga interregional.
2026: Dem FC Köniz bietet sich eine neue Chance, sich der Fussball- Schweiz im Cup zu präsentieren und wieder zum Cup-Schreck aufzuerstehen.

Die Anfangsphase gehört aber den Gästen aus Münsingen. In der 13. Minute tritt Daniel Mzee einen Eckball nahe ans Tor, und der durchsetzungsstarke Mittelfeldspieler Theo Michel trifft per Kopfball.
Der Klassenunterschied ist spürbar: Zwei Münsinger Treffer werden wegen Abseits aberkannt und kurz vor der Pause rettet Köniz-Keeper Radosavljevic mit zwei starken Paraden das 0:1. Köniz hat durch Jeremy Bruce’ Freistoss-Pfostenknaller die beste Chance.
Die pure Effizienz
59. Minute: erstes Highlight in der 2. Halbzeit. Einen Traumpass von der Mittellinie nimmt Javin Nopper gekonnt mit der Brust an. Münsingens Keeper Timon Hunziker greift daneben. Nopper steht vor dem leeren Tor und verwandelt aus wenigen Metern – 1:1!
Der erste Schuss aufs Tor landet im Netz! Schlägt der Cup-Schreck wieder zu? Nach dem Ausgleich beruhigt sich das Spiel ein wenig. Bis in der 82. Minute: Aus gut 16 Metern knallt Joker Manuele Crupi das Leder halbhoch in die nahe Ecke.
FCM-Keeper Timon Hunziker lässt sich in der Torhüterecke erwischen. Köniz führt! Beim FC Münsingen herrscht danach Verzweiflung. Sie bringen kaum noch gefährliche Angriffe zustande.
Auffällig oft schnappt die Könizer Abseitsfalle zu. Diejenige der Münsinger gar nicht. Es läuft die 93. Minute, als sich die Gäste auskontern lassen. Javin Nopper, der Spieler des Spiels, passt überlegt zur Mitte, wo Jeremy Bruce aus kurzer Distanz die Entscheidung markiert.
Das 3:1 für Köniz fällt mit dem dritten Schuss auf das Tor. Und ja, eine so grosse Sensation wie vor gut zehn Jahren ist es gewiss nicht. Aber der FC Köniz schafft es nach langer Leidenszeit für einmal wieder, ein Ausrufezeichen zu setzen.
«Man hat gemerkt, dass wir mit Herzblut spielen», sagt Kapitän Samir Naili. Das Heimteam agierte, während Münsingen die 2. Halbzeit verschlief.
MATCH-TELEGRAMM
FC Köniz: Radosavljevic – Meister, Zwahlen, Köppel, Schmidli (57. Bürgi) – Naili, Jozipovic (78. Crupi) – Jebli, Bruce, Nopper – Bajinovic (90+1. Jäger)
FC Münsingen: Hunziker, Meisterhans, Dushica, Stauffiger, Läubli (79. Colaj) – Michel, Knuchel (79. Indermühle) – Miani (64. Fryand), Fuhrer, Mzee – Dangubic (64. Gemperle)
Tore: 0:1 Michel (13.), 1:1 Nopper (59.), 2:1 Crupi (82.), 3:1 Bruce (90+3)
Statistiken
Schüsse: 4:8
Schüsse auf’s Tor: 3:5
«Der Sieg hat eine riesengrosse Bedeutung, wir haben es geschafft wieder zum Cup-Schreck zu werden und den Leuten Freude zu bereiten», sagt Innenverteidiger Raffael Köppel. Sein Wunschgegner (FC Thun) oder ein anderes Profiteam wird es indes nicht.
Stattdessen wartet mit dem SC Brühl aus der Promotion League die nächste Herausforderung (16.-18. Oktober). Sollte auch diese Hürde genommen werden, werden die Erinnerungen an die glorreichen Cup-Jahre in Köniz endgültig wieder wach.












