Die junge Berner Fluggesellschaft FlyBAIR wird in diesem Sommer keine eigene Flüge durchführen und hat seit Anfang Mai 2022 keine Angestellten mehr.
start berner belp
Ein Plakat der virtuellen Airline Flybair. - keystone

Wie das 2019 dank Crowdfunding aufgebaute Unternehmen am Dienstag, 3. Mai 2022, mitteilte, setzt FlyBAIR die letztes Jahr aufgebaute Zusammenarbeit mit der Lübeck Air fort. Mit dem deutschen Unternehmen wird die Kooperation ausgebaut: Neu ist nicht nur Lübeck von Bern aus per Flugzeug erreichbar, sondern auch das Seebad Heringsdorf auf der Insel Usedom.

Zudem wird ab sofort der Belper Reisevermittler «Belpmoos Reisen» die Buchungsplattform von FlyBAIR verwalten. Es gelte, die dem Unternehmen im Crowdfunding zur Verfügung gestellten Mittel zu schonen, heisst es in der Mitteilung.

Auf Anfrage sagte Urs Ryf, Delegierter des Verwaltungsrats der FlyBAIR AG, die Nachfrage nach Flügen von Bern aus ins Ausland sei gross: Im Sommer böten drei Fluggesellschaften insgesamt zwölf Destinationen von Bern aus an. Angesichts dieser Ausgangslage sei für FlyBAIR Zurückhaltung angesagt.

Strategischen Optionen halte man offen

Das Unternehmen halte sich aber für die Zukunft alle strategischen Optionen offen. Die Umschreibung des Firmenzwecks im Handelsamtsblatt bleibe unverändert. Die Flug-Anbieter von Bern-Belp aus sind in diesem Sommer, ausser der Lübeck Air, die Helvetic Airways und die Swiss Flight Services SA.

Schon 2021 hatte FlyBAIR keine Flüge durchgeführt – wegen fehlender Planungssicherheit aufgrund von Corona. Ende des vergangenen Jahrs scheiterten Versuche, sogenannte Pop-up-Flüge über Silvester in den Süden anzubieten. Auch dieses Angebot scheiterte an coronabedingter Unsicherheit.

Im Jahr 2020 hingegen hoben im Auftrag von FlyBAIR Flugzeuge von Helvetic Airways vom Belpmoos aus ab.

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