Diese Berner Haltestellen verlieren ihre Anzeigetafel
Im Rahmen der Beschaffung von neuen Haltestellenanzeigen werden bei 20 Haltekanten die orange leuchtenden Infos gestrichen. Damit spart Bernmobil auch Geld.

Das Wichtigste in Kürze
- Bernmobil beschafft neue Haltestellenanzeigen. Die bisherigen haben das Ende ihrer Lebensdauer erreicht.
- An einigen Haltestellen werden die Anzeigen künftig aber wegrationalisiert.
- Der BärnerBär präsentiert die vollständige Liste – auch zentral gelegene Haltestellen sind darunter.
Bei den Haltestellenanzeigen rüstet Bernmobil auf und um: Die bekannten Anzeigen mit oranger Leuchtschrift weichen einem neuen Modell mit weissen Zeichen. Die Neuerung hat für einige Haltestellen Konsequenzen, weil bei wenig frequentierten Stationen die Anzeige gleich ganz eingespart wird.
Betroffen sind auch einige prominente, gut frequentierte, doch sie fallen nun durchs Raster: Pro Tag steigen dort weniger als 800 Personen ein. Dazu gehören unter anderem auch Anzeigen an den Haltestellen Eigerplatz, Breitenrain und Bümpliz Süd.
Eine vollständige Übersicht ist unten ersichtlich.
Fahrtrichtung kann entscheidend sein
Für einmal ist der Fachjargon aber relevant: Es geht spezifisch um Haltekanten, nicht um ganze Haltestellen. So kann es sein, dass auf der einen Strassenseite eine Anzeige steht, auf der anderen aber nicht.
Dass in die eine Richtung mehr Leute einsteigen als in die andere, sei oft der Fall, erläutert Bernmobil-Sprecher Rolf Meyer. Zum Beispiel fahren ab der Haltestelle Inselspital viel mehr Menschen Richtung Bahnhof als Richtung Holligen.

Aktuell sind acht Testgeräte bereits im Einsatz. Ab März 2027 werden dann alle elektronischen Haltestellenanzeigen ersetzt, weil sie das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben. Bei 20 Haltekanten werden die Überkopfanzeigen demontiert und nicht ersetzt.
Bei 16 weiteren werden die sogenannten E-Paper demontiert. Die in die Stele integrierten Anzeigen hätten sich nicht bewährt, weil sie von weitem nicht lesbar seien.

Ganz auf die Abfahrten in Echtzeit verzichten müssen die Fahrgäste dennoch nicht, betont Bernmobil-Sprecher Meyer. Von den betroffenen drei Dutzend Haltekanten verfügen 13 über einen Ticketautomaten. «Dieser zeigt ebenfalls die Abfahrten in Echtzeit auf dem Touchscreen an», so Meyer.
Zudem kann ab Fahrplanwechsel auf dem Fahrplanaushang ein QR-Code gescannt werden, der dann den Abfahrtsmonitor auf dem Smartphone anzeigt. Bereits heute wird die Abfahrtstabelle der jeweiligen Haltestelle auch in der ÖV-Plus-App angezeigt.
Einsparungen bei Bernmobil
Der Verzicht auf die Ausrüstung der weniger genutzten Haltestellen spare 270'000 Franken Investitionskosten ein, sagt Rolf Meyer zum BärnerBär.
Doch auch bei der Beschaffung der rund 150 neuen Anzeigen spart Bernmobil. Die Ausschreibung erfolgte gemeinsam mit dem Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS), Verkehrsbetriebe Biel (VB), STI Bus AG Thun und AREMO. So konnten Synergien genutzt werden.

Geliefert werden die Haltestellenanzeigen von der Firma Moser-Baer AG aus Sumiswald BE. Sie ist unter dem Namen MOBATIME bekannt für die SBB-Bahnhofsuhren.
Die Anzeigen sollen über eine hohe Leuchtkraft verfügen und unterhaltsarm sowie energieeffizient sein. Zudem sind sie behindertenfreundlich und weisen eine Sprachausgabe auf.







