Energie Wasser Bern nimmt per 1. Januar 2022 diverse Anpassungen an den Gastarifen vor. Ein Beispielhaushalt bezahlt künftig rund 2,5 Prozent mehr.
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Eine Heizung. (Symbolbild) - Keystone

Energie Wasser Bern gibt per 1. Januar 2022 die Kostensenkungen bei den Arbeitstarifen an die Kunden weiter. Die Kostensenkungen sind entstanden, weil sich Energie Wasser Bern mit der Preisüberwachung auf eine Senkung der anrechenbaren Kapitalkosten des Gasnetzes geeinigt hat.

Gleichzeitig werden die Leistungstarife erhöht. Damit wird das Tarifsystem verursachergerechter gestaltet, da die anfallenden Fixkosten vermehrt über Leistungstarife gedeckt werden.

Die Beschaffungskosten für Erd- und Biogas steigen

Per 1. Januar 2022 steigen aber auch die Beschaffungskosten für Erd- und Biogas. Für den Preisanstieg beim Erdgas gibt es verschiedene Gründe. Zum Beispiel sind dies negative politische Signale zur Gasleitung Nordstream 2, die Krise in der Ukraine, eine weiterhin hohe Nachfrage nach Gas zur Stromproduktion und die nach wie vor bestehende Unsicherheit aufgrund der tiefen Gasspeicherstände. Beim Biogas steigen die Preise aufgrund der europaweit höheren Nachfrage nach erneuerbarem Gas.

Die Klimaziele wurden nicht erreicht

Schliesslich erhöht der Bundesrat die CO2-Abgabe per 1. Januar 2022, da die Klimaziele in der Vergangenheit nicht erreicht wurden. Dies verteuert den Erdgasanteil der Gasprodukte.

Für einen Beispielhaushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 10'000 Kilowattstunden für das Heizen einer 41⁄2-Zimmerwohnung und dem Bezug des Standardprodukts (mit 25 Prozent Biogas) steigen die Ausgaben um rund 2,5 Prozent bzw. 33 Franken im Jahr.

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