Bern: Kinder fordern autofreie Sonntage und mehr 20er-Zonen

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Das Kinderparlament der Stadt Bern hat dem Gemeinderat sechs Postulate übergeben. Er wird sie prüfen und innerhalb der nächsten sechs Monate Stellung nehmen.

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Bern: Kinder fordern autofreie Sonntage und mehr 20er-Zonen (Symbolbild) - Nau.ch / Ueli Hiltpold

Die zwölf Kinder der Verbesserungsgruppe des Kinderparlaments haben sich heute mit dem Gemeinderat über ihre Forderungen ausgetauscht und sechs Projekte aus dem vergangenen Schuljahr vorgestellt.

Die Gruppe «Autofreier Sonntag» wünscht sich weniger Autos in der Stadt Bern. Sie fordert deshalb die Wiedereinführung regelmässiger autofreier Sonntage, wie sie bis 2019 stattfanden. Um die Idee erlebbar zu machen, organisierte die Gruppe am 31. Mai 2026 gemeinsam mit dem «Chinderchübu» vom Dachverband für offene Arbeit mit Kindern in der Stadt Bern (DOK) einen autofreien Nachmittag im Mattenhofquartier.

Rund 200 Personen nahmen an den Spiel- und Begegnungsangeboten teil.

Mehr 20er Zonen

Die Gruppe «Mehr 20er Zonen» fordert die Prüfung zusätzlicher 20er-Zonen auf Strassen im direkten Umfeld von Schulhäusern. Ziel ist es, die Sicherheit auf dem Schulweg zu erhöhen und Kindern mehr Selbstständigkeit im Strassenverkehr zu ermöglichen. Um auf ihre Forderung aufmerksam zu machen, organisiert die Arbeitsgruppe eine Plakataktion.

Die Plakate sind vom 2. September 2026 bis zu den Herbstferien bei ausgewählten Schulhäusern des Zyklus 1 und 2 sowie auf dem Bahnhofsplatz zu sehen.

Die Gruppe «Mehr Tierschutz» fordert den Ausbau von Verbindungswegen für Tiere sowie ergänzende, kindgerechte Informationen zu deren Lebensräumen. Um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen, hat die Arbeitsgruppe eine kostenlose Schnitzeljagd durch die Stadt Bern entwickelt. Diese kann noch bis zum 9. Oktober 2026 absolviert werden.

Bern ist zu grau

Die Gruppe «Mehr Grün» setzt sich für eine stärkere Begrünung der Stadt ein. Aus Sicht der Kinder ist Bern vielerorts zu grau gestaltet. Sie fordern deshalb mehr Pflanzen in Aussenräumen und an Hausfassaden sowie die Entsiegelung und attraktivere Gestaltung von Strassenräumen.

Diese Massnahmen sollen auch zur Verminderung der Hitzebelastung beitragen und das Wohlbefinden der Bevölkerung fördern.

Die Gruppe «Mehr Mitsprache bei Bauprojekten» fordert ein Gesetz, das die Beteiligung von Kindern bei öffentlichen Bauprojekten vorschreibt, die sie direkt betreffen. Dazu zählen insbesondere Schulhäuser, Spiel- und Sportplätze, Begegnungszonen und Pärke. Durch die frühzeitige Einbindung der Kinderperspektive sollen nutzungsfreundliche und bedarfsgerechte Lösungen entstehen und Fehlplanungen vermieden werden.

Die Gruppe «Kein Rassismus» setzt sich für Kinder ein, die Rassismus erleben. Sie fordert die Schaffung eines sicheren Raums, in dem betroffene Kinder ihre Erfahrungen teilen und Unterstützung erhalten können. Zudem soll die Einrichtung einer unabhängigen Meldestelle geprüft werden.

Ziel ist es, Kindern niederschwellige Unterstützung anzubieten und ihre Anliegen sichtbar zu machen.

Postulate übergeben

Ihre Forderungen übergaben die Kinder dem Gemeinderat in Form von sechs Postulaten im Rahmen eines Austausches. Der Gemeinderat wird diese nun prüfen und innerhalb der nächsten sechs Monate Stellung dazu nehmen.

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Kommentare

User #5947 (nicht angemeldet)

Und ich fordere ein Verbot der Elterntaxis, dann können sie wieder laufen und haben etwas mehr Zeit nachzudenken anstatt Vorgekautes nachzuplappern

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