Aarau

    Rave-Amok: Maria S. starb an Schuss in ein lebenswichtiges Organ

    Nach der Aarau-Pressekonferenz ist klar: Der Täter ist ein nicht-polizeibekannter 43-jähriger Schweizer, der sich stellte. Er gab 40 Schüsse auf den Rave ab.

    Aarau
    Die Behörden informieren über die tödlichen Rave-Schüsse in Aarau. - Nau.ch / Nico Leuthold

    In der Nacht auf Sonntag feierten Besuchende am «Aarauer Rave» unbeschwert. Doch dann kam es zu einer Tragödie.

    Am Rave im Schachen kam es zu Schüssen. Eine 22-Jährige – die Italienerin Maria S. – kam dabei ums Leben. Sie war erst vor kurzem in die Schweiz gezogen, um hier zu arbeiten.

    maria
    Maria S. wurde beim Aarau Rave erschossen. - Screenshot

    Fünf weitere Menschen, darunter vier Schweizer Staatsangehörige, wurden bei der Schiesserei verletzt.

    In der Nacht auf Montag gelang es der Polizei schliesslich, einen tatverdächtigen 43-jährigen Schweizer festzunehmen, nachdem sich dieser selbst stellte.

    Er ist im Kanton Jura wohnhaft, nicht polizeibekannt und leidet wohl unter psychischen Problemen. Die Polizei stuft die Tat als Amoklauf ein, ein Motiv ist jedoch noch nicht bekannt.

    Am Mittwoch um 14 Uhr informierte die Polizei in Schafisheim AG über den aktuellen Stand der Ermittlungen. Nau.ch war live vor Ort, im Ticker liest du alles über die vergangene Pressekonferenz.

    Pressekonferenz ist beendet

    Die Behörden haben die Pressekonferenz zur Amok-Tat von Aarau für beendet erklärt.

    Nau.ch will wissen: Tut dem Täter seine Tat leid?

    Nau.ch war an der Pressekonferenz der Behörden vor Ort und will wissen: «Tut dem Täter seine Tat leid?»

    Dazu sagen können die Ermittlungsbehörden aktuell nichts. Denn: «Der Täter verweigert Aussagen zur Tat.»

    40 Schüsse

    40 Schüsse aus einem Sturmgewehr seien auf den Rave im Schachen in Aarau abgefeuert worden, so die Polizei. Danch habe sich der Täter abgewandt und sei davongelaufen. Später habe er mit einer Pistole noch auf ein wegfahrendes Fahrzeug geschossen.

    U-Haft für den Täter

    Der Täter befinde sich in U-Haft, so die Polizei an der Medienkonferenz.

    Täter fuhr im Tatfahrzeug und mit Waffen zur Polizei

    Um sich zu stellen, fuhr der Amok-Täter mit dem Tatfahrzeug zur Polizei. Auch die von ihm genutzten Waffen hatte der 43-Jährige dabei bei sich.

    Maria S. starb an Schussverletzung an lebenswichtigem Organ

    Maria S. sei gestorben, weil ein Durchschuss ein lebenswichtiges Organ getroffen habe. Sie habe nur einen Durchschuss erlitten, dieser sei tödlich gewesen. Das gibt die Polizei bekannt.

    Täter war nicht polizeibekannt

    Der Täter sei nicht polizeibekannt gewesen, heisst es an der Medienkonferenz. Auch extremistische Hintergründe gebe es zum aktuellen Zeitpunkt nicht.

    Waffenerlaubnis 20 Jahre alt

    Die Waffenerlaubnis sei dem Täter bereits vor 20 Jahren ausgestellt worden, so die Polizei.

    Polizei verteidigt sich

    Ein Journalist des «Corriere della Sera» kritisiert während der Fragerunde die spärlichen Informationen zum Täter.

    Aarau
    Im Schachen in Aarau kam es am Sonntag zu einem Amoklauf. - keystone

    Das will die Polizei nicht gelten lassen. Man wisse zum aktuellen Zeitpunkt zu wenig, denn der Täter habe keinen Wohnsitz im Kanton Aargau.

    Aarau war wohl ein Zufall

    Bis jetzt könne man keine persönliche Beziehung zwischen dem Täter und Aarau herstellen. Dass er sich diesen Event ausgesucht habe, sei nach ersten Erkenntnissen wohl ein «Zufall» gewesen.

    Täter hatte Verbindungen zur Armee

    Da der Täter Schweizer war, habe er seine Wehrpflicht wahrgenommen, so die Polizei.

    Doch: Nachdem er seinen Dienst abgeschlossen habe, habe er seine Dienstwaffe abgegeben.

    Polizei kann wegen Verfahren nicht detailliert Auskunft geben

    Die Polizei erklärt, man befinde sich zu Beginn eines Verfahrens. Deshalb sei es nicht möglich, detaillierte Informationen mit der Öffentlichkeit zu teilen.

    Nach der heutigen Pressekonferenz werde es denn auch keine fortlaufende Information geben, so die Polizei.

    Einvernahme am Montag

    Am Montag wurde der Täter einvernommen. Zu der Tat selbst schwieg er laut dem Staatsanwalt.

    Aarau Waffen
    Mit diesen Waffen schoss der Täter von Aarau auf die Feiernden. - Nau.ch / Nico Leuthold

    Es lasse sich jedoch sagen, dass der 43-Jährige wohl an psychischen Problemen leide. Welche das sind, müsse jedoch noch abgeklärt werden.

    Täter gesundheitlich angeschlagen

    Gegenüber der Polizei erklärte der 43-jährige Täter selbst, dass er seit längerer Zeit an gesundheitlichen Problemen leide. Welche das sind, wird an der Pressekonferenz nicht klar.

    Täter stellte sich

    Während sich die Schlinge um den Täter am Montag noch zuzog, entschloss sich der 43-Jährige aus dem Kanton Jura, sich der Polizei zu stellen. Daraufhin wurde er festgenommen und in den Kanton Aargau gebracht.

    Zeugenaussage deutete auf Täter hin

    Dank einer Zeugenaussage konnte das Tatfahrzeug auf ein Fahrzeug mit einem jurassischen Kennzeichen eingegrenzt werden.

    Ermittlungen waren «aufwändig»

    An der Pressekonferenz erklärt die Polizei, die Ermittlungen zu der Gewalttat in Aarau seien «aufwändig» gewesen. Dies, weil die Täterschaft bei der Tat nicht «in flagranti» erwischt werden konnte.

    Aarau
    Am Sonntag kam es in Aarau zu einer Gewalttat. Nun ist klar: Es handelte sich um einen Amoklauf. - Nau.ch / Nico Leuthold

    Man habe unzählige Befragungen durchgeführt, Hinweise ausgewertet und Bilder gesichtet, um den Täter rasch zu fassen.

    Zwei Verletzte sind noch im Spital

    Von den sechs Verletzten befinden sich zwei noch immer im Spital. In Lebensgefahr schwebt niemand.

    Eine Tote, 6 Verletzte

    Bis anhin ging man von einer Toten und fünf verletzten Personen aus. Erst am Montag wurde bekannt: Auch eine sechste Person wurde verletzt. Sie wurde von einem Streifschuss getroffen, meldete sich jedoch erst am Montag bei der Polizei.

    Während der Schüsse waren noch viele Leute vor Ort

    Über 100 Menschen seien noch am Rave vor Ort gewesen, als der 43-jährige Täter das Feuer auf die Veranstaltung eröffnet habe.

    Phase der Gefahrenabwehr ist beendet

    Es bestehe nun da der Täter verhaftet wurde kein Restrisiko mehr. Die Phase der Gefahrenabwehr ist laut der Polizei beendet.

    «Anschlag ist dem Szenario Amok zuzuordnen»

    Die Tat am frühen Sonntagmorgen in Aarau sei dem Szenario Amok zuzuordnen, teilt die Polizei mit. Es habe sich weder um einen terroristischen Anschlag, noch um ein sonstiges kriminelles Delikt wie etwa eine Millieu-Abrechnung gehandelt.

    Verhafteter Mann ist der Täter

    Beinahe sicher könne man sagen, dass der verhaftete Mann der Täter der Tragödie von Aarau ist.

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    Am Sonntag kam es in Aarau zu einer Schiesserei an einem Rave. Eine Person kam dabei ums Leben, fünf weitere wurden verletzt. - Nau.ch / Nico Leuthold

    Der Mann sei ein 43-jähriger Schweizer ohne Migrationshintergrund. Er habe einen Wohnsitz im Kanton Jura.

    Die Polizei geht von einem Einzeltäter aus. Es gebe keine Anhaltspunkte für einen weiteren Täter.

    PK startet

    Die Pressekonferenz zu den tödlichen Schüssen in Aarau beginnt. Die Pressekonferenz wird auf hochdeutsch durchgeführt, selbst eine Simultanübersetzung auf Englisch ist möglich.

    Einzelinterviews soll es nach der Pressekonferenz nicht geben.

    Grosses Interesse

    Kurz vor der Pressekonferenz ist der Saal rappelvoll. Das Interesse an der Gewalttat von Aarau ist hoch.

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    Grosser Andrang an der Medienkonferenz zum Fall Aarau. - Nau.ch / Nico Leuthold

    Auch Nau.ch ist vor Ort. So wie unzählige internationale Medien, die auch über den Horror-Rave auf dem Laufenden gehalten werden wollen.

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