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SRG-Initiative: Basel droht Stellenabbau

Nau.ch Lokal
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Basel,

Am 8. März 2026 stimmt die Schweiz über die SRG-Initiative ab. Eine Annahme würde den SRF-Standort Basel gefährden und den Qualitätsjournalismus schwächen.

Blick auf das Wettsteinquartier und die Roche-Tower in Basel, gesehen vom Messeturm.
Blick auf das Wettsteinquartier und die Roche-Tower in Basel, gesehen vom Messeturm. - Nau.ch / Werner Rolli

Wie die Stadt Basel mitteilt, stimmt die Schweizer Stimmbevölkerung am 8. März 2026 über die Volksinitiative «200 Franken sind genug! (SRG-Initiative)» ab.

Diese verlangt eine Senkung der Radio- und Fernsehgebühren von aktuell 335 auf 200 Franken pro Jahr sowie die vollständige Befreiung der Unternehmen von der Abgabe. Dadurch würden die Mittel der SRG aus der Abgabe für Radio und Fernsehen um rund die Hälfte gekürzt.

Der Regierungsrat empfiehlt die Initiative zur Ablehnung. Er erachtet das Angebot der SRG, insbesondere in den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Politik in allen Sprachregionen, zentral für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die demokratische Meinungsbildung in der föderalistischen Schweiz.

SRF-Standort Basel steht auf dem Spiel

Ein starker SRF-Standort in Basel ist für die Wahrnehmung der Region in der Schweiz von grosser Bedeutung. Am Standort im Meret Oppenheim-Hochhaus beim Bahnhof SBB sind rund 290 Personen beschäftigt.

Die SRG ist somit eine wichtige Arbeitgeberin am Standort Basel. Die Initiative würde den Standort akut gefährden, da er von einem Personalabbau überproportional betroffen sein könnte. Eine weitere Konzentration von SRF in Zürich bis hin zum Abbau oder zur Schliessung des Standorts Basel kann nicht ausgeschlossen werden.

Die Region Basel würde bei einer Annahme der Initiative nicht nur wirtschaftliche Wertschöpfung, sondern auch Präsenz in den nationalen Medien und damit nationale Sichtbarkeit verlieren. Die journalistische Berichterstattung über die Region und der Qualitätsjournalismus in den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Politik würde geschwächt.

SRG Basel unter Spardruck

Bereits ohne Annahme der Initiative steht die SRG unter erheblichem Spardruck. Der Entscheid des Bundesrats vom Juni 2024, die Haushaltsabgabe bis 2029 auf 300 Franken zu senken, führt bereits zu einer beträchtlichen Budgetreduktion der SRG.

Die damit verbundenen Sparmassnahmen fordern die SRG am Standort Basel heraus. Der Regierungsrat lehnt eine Schwächung des Standorts Basel entschieden ab.

Kommentare

User #2311 (nicht angemeldet)

Ich verstehe, dass das die SRF-Leute am Basler Standort nicht so gut finden. Aber einfach ein paar Stellen ins Blaue zu besetzen und zu unterhalten geht halt nun einmal nicht. Wenn die Betroffenen <45 Jahre alt sind, dann haben sie recht gute Chancen, in einem komplett anderen Bereich noch einmal von vorne anfangen zu können.

User #5629 (nicht angemeldet)

Nehmt mal ein Beispiel an Österreich wenn ein Film läuft keine Werbung usw. Keine Wiederholung. Ihr könnt eifach nichts mehr

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