Speicher

Speicher AR: Gemeinde erhält neues Kommunikationskonzept

Gemeinde Speicher
Gemeinde Speicher

Appenzell,

Das Konzept für die Gemeindekommunikation in Speicher AR entstand aus einer Diplomarbeit der Gemeindeschreiberin und ist online einsehbar.

Speicher AR
Speicher AR: Gemeinde erhält neues Kommunikationskonzept (Symbolbild) - Nau.ch / Simone Imhof

Die Gemeinde Speicher hat ein strategisches Kommunikationskonzept erarbeitet, das als Zielbild für die zukünftige Gemeindekommunikation dient. Entstanden ist es im Rahmen der Diplomarbeit von Gemeindeschreiberin Michal Herzog an der Höheren Fachschule St. Gallen. Das Konzept wurde in enger Zusammenarbeit mit internen und externen Anspruchsgruppen sowie dem Gemeinderat als Beschlussorgan entwickelt.

Grundlage bildete eine umfassende Umfrage zur IST-Situation, in der Erwartungen und Bedürfnisse aller internen und externen Anspruchsgruppen erhoben wurde. Auf dieser Basis definierte der Gemeinderat die Werte und Grundsätze der Gemeindekommunikation. Eine SWOT-Analyse zeigte Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken auf.

Daraus wurden insgesamt 14 strategische Handlungsoptionen für Speicher abgeleitet, die nach Machbarkeit und Wirksamkeit bewertet und priorisiert wurden.

Der Gemeinderat hat folgend entschieden, welche dieser Strategien besonders geeignet sind, um in das Zielbild der künftigen Kommunikation aufgenommen zu werden. Das Kommunikationskonzept bildet damit den Orientierungsrahmen, auf den nun schrittweise hingearbeitet wird. Es erhebt dabei keinen Anspruch auf eine umfassende Umsetzung aller darin enthaltenen Massnahmen.

Als nächster Schritt werden die vom Gemeinderat priorisierten Handlungsoptionen durch eine eingesetzte Projektgruppe unter der Leitung von Michal Herzog vertieft geprüft. Die Projektgruppe erarbeitet einen Massnahmen- und Finanzplan, der dem Gemeinderat als Grundlage für den Entscheid dient, welche Massnahmen umgesetzt und welche verworfen werden. Der Gemeinderat orientiert sich künftig grundsätzlich am neuen Konzept, hält es jedoch bewusst flexibel, damit neue Erkenntnisse oder Entwicklungen jederzeit berücksichtigt werden können.

Das Kommunikationskonzept ist auf der Webseite der Gemeinde unter der Rubrik Gemeinde >Verwaltung > Publikationen öffentlich einsehbar. Die Bevölkerung wird laufend über die gefassten Beschlüsse sowie über die schrittweise Umsetzung informiert.

Der Gemeinderat dankt Gemeindeschreiberin Michal Herzog herzlich für ihren grossen Einsatz. Mit ihrer Arbeit konnte eine länger bestehende Pendenz wertvoll und mit spürbarem Mehrwert für die Gemeinde angegangen werden. Über die Umsetzung einzelner Erfolgreiche Vermittlung von Räumlichkeiten für Arztpraxis Die medizinische Grundversorgung war in der Gemeinde Speicher während vieler Jahre ein wiederkehrendes Thema.

Mit der Eröffnung des Medizinischen Zentrums Mittelland (MZM) in Speicher unter der Leitung von Dr. D. Stern in der Linde ist spürbar Ruhe eingekehrt. Die Praxis erfreut sich grosser Nachfrage – so gross, dass die bestehenden Räumlichkeiten inzwischen an ihre Grenzen stossen. Das MZM hat deshalb intensiv nach einem neuen Standort mit grösseren Praxisräumlichkeiten innerhalb der Gemeinde gesucht.

Da eine verlässliche gesundheitliche Grundversorgung für die Gemeinde von zentraler Bedeutung ist, hat der Gemeinderat Dr. D. Stern bei dieser Suche eng begleitet und verschiedene Standortoptionen gemeinsam geprüft. Ziel war es, eine langfristige und stabile Lösung zu finden, die den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht wird.

Auf der Liegenschaft Appenzellerhof entsteht derzeit ein Neubauprojekt, dessen Gebäude teilweise an das Gemeindegrundstück grenzen. Während der Bauphase wird zudem Installationsfläche der Gemeinde benötigt. Aus diesen Gründen stand die Gemeinde in engem Austausch mit der Bauherrschaft – sowohl zu gestalterischen und organisatorischen Fragen als auch zur Entschädigung für das Grenzbaurecht und das Unterbaurecht der Tiefgarage.

Im Rahmen dieser Gespräche ergab sich für die Gemeinde die Möglichkeit, das Sockelgeschoss des Neubaus zu sehr vorteilhaften Konditionen dem MZM zum Kauf zu vermitteln. Damit konnte eine zentrale, gut erreichbare und zukunftsfähige Lösung für die medizinische Versorgung geschaffen werden.

Um den Start der vergrösserten Praxis an neuem Standort zu erleichtern, gewährt die Gemeinde einen rückzahlbaren Kredit, welcher grundpfandrechtlich und zusätzlich über eine private Sicherheit abgesichert wird. Gleichzeitig hat sich die Gemeinde ein Vorkaufsrecht für Jahre sowie eine Gewinnbeteiligung bei einem möglichen Weiterverkauf bis August 2047 gesichert.

Der Gemeinderat ist überzeugt, dass damit eine lange und teilweise unruhige Geschichte rund um die gesundheitliche Grundversorgung und den Appenzellerhof zu einem guten Abschluss geführt werden kann. Mit dem neuen Standort und vergrösserten Praxisräumlichkeiten wird die ärztliche Betreuung für viele Jahre an zentraler Lage gesichert ein starkes und wichtiges Signal für die Bevölkerung von Speicher.

Zwischennutzung im ehemaligen Postgebäude ermöglicht

Seit der Kommunikation des Kaufes des Postgebäudes durch die Gemeinde im September 2025 konnten Interessierte sich bei der Gemeinde für eine Zwischennutzung melden.

Der Gemeinderat hat die Rahmenbedingungen für die Zwischennutzung im ehemaligen Postgebäude und dafür nötige Ausbaumassnahmen definiert.

Als erste Zwischennutzerin konnte für einen grösseren Teil der Räumlichkeiten die Genossenschaft Migros Ostschweiz gewonnen werden. Sie plant ab dem 1. Halbjahr 2027 einen Migros teo zu betreiben. Der Mietvertrag wurde für fünf Jahre fix abgeschlossen mit einer Option zur Verlängerung um weitere fünf Jahre.

3 – Massnahmen entscheidet der Gemeinderat; entsprechende Aufwände werden jeweils in den Voranschlag aufgenommen.

Neue Vorgaben für Veranstaltungen in der Gemeinde Speicher

Gestützt auf kantonale Vorgaben hat die Gemeinde Speicher das Verfahren für die Bewilligung von öffentlichen Veranstaltungen überarbeitet. Veranstalterinnen und Veranstalter werden darauf hingewiesen, dass Anlässe mindestens 30 Tage vor Durchführung mittels Gesuch sowie den erforderlichen Unterlagen und Konzepten bei der Gemeindekanzlei einzureichen sind. Je nach Grösse und Ausgestaltung der Veranstaltung ist eine Bewilligung erforderlich.

Von dieser Regelung ausgenommen sind öffentliche Veranstaltungen in gemeindeeigenen Räumen, die über das Reservationssystem der Gemeinde gebucht werden. Diese gelten mit der Reservationsbestätigung als bewilligt und benötigen keine separate zusätzliche Bewilligung.

Für die Gesuchseinreichung stehen aktualisierte Formulare sowie kantonale Merkblätter zur Verfügung. Diese geben einen Überblick über die erforderlichen Unterlagen, wie beispielsweise Sicherheits-, Verkehrs- oder Brandschutzkonzepte (Muster). Die Gemeinde prüft im Einzelfall, welche Anforderungen zu erfüllen sind.

Die entsprechenden Unterlagen können auf der Website der Gemeinde Speicher unter der Rubrik Gemeinde >Verwaltung >Dienstleistungen "Veranstaltungsbewilligung" heruntergeladen oder bei der Gemeindekanzlei bezogen werden.

Die Gemeinde bittet alle Veranstalterinnen und Veranstalter, die neuen Vorgaben zu beachten. Damit kann eine zeitgerechte Prüfung der Gesuche und ein reibungsloser Ablauf des Bewilligungsverfahrens gewährleistet werden.

Der Gemeinderat hat die von der Arbeitsgruppe Sport und Freizeit (AGSUF) erarbeitete Bestandesaufnahme der Sport- und Freizeitanlagen zur Kenntnis genommen und würdigt die umfassende Vorarbeit. Die Arbeitsgruppe wurde mit den weiteren Arbeiten beauftragt.

In einem nächsten Schritt soll die Bestandesaufnahme vertieft und unter Berücksichtigung der laufenden Aufgabenüberprüfung der Gemeinde weiterentwickelt werden. Dabei sollen zunächst die Bedürfnisse der Vereine und der Bevölkerung ermittelt und den finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde gegenübergestellt werden. Darauf aufbauend ist aufzuzeigen, welche Angebote und Infrastrukturen zur Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben erforderlich sind.

Zudem sind die Finanzierung möglicher Infrastrukturprojekte, deren langfristige Investitions- und Folgekosten sowie eine allfällige Kostenbeteiligung der Nutzerinnen und Nutzer zu prüfen.

4 – Hierfür stellt die Gemeinde als Vermieterin die erforderliche Grundinfrastruktur bereit, während nutzungsspezifische Ausbauten durch die Mieterschaft finanziert werden.

Gleichzeitig achtet der Gemeinderat auf eine wirtschaftliche Umsetzung und darauf, die langfristigen Entwicklungsmöglichkeiten des Areals nicht unnötig einzuschränken. Mit der Zwischennutzung können die bestehenden Räumlichkeiten sinnvoll genutzt und belebt werden, bis über die zukünftige Entwicklung des Areals entschieden wird. Weitere Nutzungen neben dem Migros teo können dieses Angebot ergänzen.

Vergaben – Sanierung und Erweiterung Primarschule Buchen

Basierend auf den gesetzlichen Grundlagen über das öffentliche Beschaffungswesen wurden folgende Vergaben im offenen und freihändigen Verfahren durchgeführt. Der Gemeinderat konnte folgende Vergaben beschliessen:

Arbeitsgattung Sanierung Unternehmen

Wandschränke, Gestelle und dgl. (Sanierung Schönauer AG, Rebstein Haus A_B) Deckenbekleidungen (Sanierung Haus A_B) Deckisol AG, Fahrwangen Jahresbericht der Geschäftsprüfungskommission Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) der Gemeinde Speicher erstellt jährlich einen Gesamtbericht über ihre Prüfungstätigkeit im abgelaufenen Amtsjahr zuhanden der Bevölkerung. Von diesem Bericht konnte der Gemeinderat an seiner Sitzung im August Kenntnis nehmen.

Der Jahresbericht informiert über die Aufgaben, die Arbeitsweise und das Vorgehen der GPK sowie über die im Berichtsjahr durchgeführten Prüfungen und behandelten Schwerpunktthemen wie z.B. die Angelegenheit «Zunft Höngg». Er bietet damit einen Einblick in die Aufsichtstätigkeit der Kommission und deren Erkenntnisse.

Der Bericht ist auf der Website der Gemeinde Speicher unter der Rubrik Politik >Behörden/Kommissionen >Geschäftsprüfungskommission öffentlich einsehbar.

Erfolgreicher Lehrabschluss und Begrüssung unserer neuen Lernenden

Enya Greutmann hat ihre dreijährige Lehre als Kauffrau EFZ erfolgreich auf der Verwaltung abgeschlossen.

Enya wird nun für zwei Monate die Abteilung Baubewilligungen unterstützen, bevor sie das Verwaltungsteam Mitte Oktober 2026 definitiv verlässt.

5 – Auf dieser Grundlage wird die AGSUF ein Gesamtkonzept erarbeiten. Dieses soll eine Priorisierung und Etappierung möglicher Massnahmen enthalten und dem Gemeinderat als Entscheidungsgrundlage für künftige Projekte und Investitionen im Bereich Sport und Freizeit dienen.

Gemeindeschreiberin Michal Herzog hat ihr Studium zur dipl. Expertin in Leadership und Changemanagement HF erfolgreich abgeschlossen. Die Weiterbildung absolvierte sie in den vergangenen zwei Jahren berufsbegleitend.

Sowohl die Projektarbeit als auch die Abschlussarbeit befassten sich mit zentralen Themen der Gemeinde Speicher. Zum Abschluss entwickelte Michal Herzog ein wertebasiertes Kommunikationskonzept, welches vom Gemeinderat als strategisches Konzept und künftiges Zielbild der Gemeindekommunikation verabschiedet wurde. Der Gemeinderat dankt Michal Herzog für ihren grossen Einsatz insbesondere im Rahmen der Abschlussarbeit und gratuliert herzlich zu diesem Erfolg.

Neuer Mitarbeiter Hausdienst

Für die offene Stelle als Mitarbeiter Hausdienst konnte mit Raffaele Hürlimann eine geeignete Persönlichkeit gewonnen werden. Der 33-Jährige wohnt mit seiner Familie in Speicher. Dank seiner Ausbildung als Bodenleger sowie seiner langjährigen Berufserfahrung bringt er ideale Voraussetzungen für diese Tätigkeit mit.

Raffaele Hürlimann wird seine Stelle am 1. September 2026 antreten.

Der Gemeinderat und die Mitarbeitenden heissen ihn herzlich willkommen und wünschen ihm einen guten Start sowie viel Freude und Erfolg in seiner neuen Aufgabe.

Nächste Sitzungen

Die nächsten Sitzungen finden am Mittwoch, 10. September 2026 und Mittwoch, 28. Oktober 2026 statt. Eingaben und Anträge, die an diesen Sitzungen behandelt werden sollen, sind bis spätestens am Dienstag der Vorwoche an die Gemeindekanzlei (zuhanden des Gemeinderates) zu richten.

Michal Herzog

6 – Rui Spiess absolvierte die zweijährige Lehre zum Unterhaltspraktiker EBA im Werkdienst der Gemeinde erfolgreich.

Sie wird in den kommenden drei Jahren auf der Gemeindeverwaltung die Lehre als Kauffrau EFZ mit Berufsmaturität absolvieren. Im nächsten Gemeindeblatt wird sie sich persönlich vorstellen.

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