Ausserrhoden fordert vom Bund mehr Tempo bei der Umfahrung Herisau
Die Umfahrungsstrasse Herisau soll schneller realisiert werden als aktuell geplant: Diese Forderung stellten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und der Bevölkerung am Mittwoch in Herisau an den Bund. Sie wollen deren Realisierung bis 2045 anstatt erst 2055.

Mit der Planung der Umfahrung Herisau auf der Nationalstrasse N25 soll «unmittelbar gestartet» werden, lautet gemäss einer gemeinsamen Mitteilung des Kantons Appenzell Ausserrhoden und der Gemeinde Herisau vom Mittwoch die zentrale Forderung an den Bund. Dieser stellt sich zwar nicht gegen die Umfahrungsstrasse, weist ihr aber den Realisierungshorizont 2055 zu.
Unter anderem der Ausserrhoder Regierungsrat Dölf Biasotto (FDP, Departement Bau und Volkswirtschaft), Ständerat Andrea Caroni (FDP AR) sowie Nationalrat Edgar Bischof (SVP AR) und der Herisauer SP-Gemeindepräsident Max Eugster fordern vom Bund einen früheren Realisierungshorizont für die Umfahrung Herisau, nämlich bereits 2045.
Die Pläne des Bundes mit dem Zeithorizont 2055 stossen im Kanton Appenzell Ausserrhoden, in der Gemeinde Herisau und auch in der Nachbargemeinde Gossau SG auf «Unverständnis», heisst es in der Mitteilung weiter. Zudem soll der Autobahnanschluss Gossau Ost geplant werden.
Der «Flaschenhals» Herisau
Die Forderung nach einer stärkeren Priorisierung der Umfahrung Herisau wird im Rahmen der Vernehmlassungsvorlage für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur bis 2045 an den Bund gerichtet. Der Bundesrat hat die Vorlage am 19. Juni 2026 in die Vernehmlassung gegeben. Mit «Verkehr 45» legt er fest, welche Projekte in den Bereichen Schienen-, Strassen- und Agglomerationsverkehr bis 2045 prioritär verwirklicht werden sollen und welche erst später.
Die Nationalstrasse N25 in Herisau sei ein «Flaschenhals», heisst es in der Mitteilung weiter. Das hohe Verkehrsaufkommen habe nicht nur negative Auswirkungen auf Herisauer Quartiere, sondern beeinträchtige den Verkehrsfluss über den Ort hinaus. Eine sogenannte Korridorstudie des Bundes aus dem Jahr 2025 habe den Handlungsbedarf aufgezeigt, heisst es seitens des Kantons und der Gemeinde weiter.






