Kunstankauf: Gemeinde erwirbt Werk von Mary Anne Imhof
Die Gemeinde Altdorf ergänzt ihre Sammlung mit Mary Anne Imhofs Werk «Farb-Landschaft – Alpentöne #1», gemalt mit hergestellten Pigmenten aus Urner Gestein.

Wie die Kulturkommission der Gemeinde Altdorf bekannt gibt, fiel die Wahl für den Kunstankauf 2025 auf Mary Anne Imhof. Anfang Februar fand die Übergabe des Werks im Gemeindehaus statt.
Jedes Jahr erwirbt die Gemeinde Altdorf ein Kunstwerk und unterstützt damit Kunstschaffende von, aus oder in Altdorf. Den Kunstankauf organisiert die Altdorfer Kulturkommission.
«2025 haben wir uns für ein Werk der bildenden Künstlerin Mary Anne Imhof entschieden», erklärt Gemeinderat Lorenz Jud, der die Kulturkommission präsidiert. Das Bild mit dem Titel «Farb-Landschaft – Alpentöne #1» zeigt Aquarellfarben auf Büttenpapier.
Die Farben hat die Künstlerin mit Pigmenten aus den Urner Bergen selber hergestellten. Die Malerei kann als konkrete Farb- und Kompositions-Manifestation gelesen werden, sowie auch als abstrakte Landschaftsformation. Entstanden ist das Bild 2023.
Farbpigmente aus Urner Gestein
«Ich male seit 20 Jahren mit Naturfarben, die ich aus Erdfarben und Gestein selber herstelle», erklärt Mary Anne Imhof. Nachdem sie 15 Jahre auf La Gomera kanarischen Rohstoff zu Malfarbe verarbeitet hat, wagt sie sich seit zwei Jahren an das beinharte Gestein der Urner Alpen.
«Nie hätte ich gedacht, dass das Urner Gestein so viel Farbigkeit in sich birgt», so Imhof weiter. Das hat auch die Kulturkommission überzeugt: «Uns hat die Intensität der Farben aus unserer Gegend überrascht, gerade auch im Vergleich mit den Bildern, die mit Pigmenten aus anderen Schweizer Regionen oder aus La Gomera gemalt worden sind», sagt Lorenz Jud.
«Insgesamt haben schlussendlich die Bildkomposition und der lokale Bezug der Farben den Ausschlag gegeben. Das passt.» Das Bild ziert nun eine Wand im Sitzungszimmer des Altdorfer Gemeinderats.
Über Mary Anne Imhof
Die in Seedorf geborene bildende Künstlerin lebte und arbeitete während 15 Jahren wahlweise in ihrem Atelier in Altdorf und auf der Kanareninsel La Gomera, wobei sich ihr Lebensmittelpunkt inzwischen wieder in den Kanton Uri verlagert hat.
Neben der freien Malerei gibt sie auch Kurse zur Farbherstellung aus Naturfarben. Ihr Werdegang beinhaltet unter anderem Stationen an der Schule für Gestaltung in Luzern, Privatunterricht bei der Urner Künstlerin Erna Schillig, an der Visual Art School Basel sowie ein Studium der Kunstgeschichte an der Universität Basel.










