Dätwyler macht 2025 bei minim tieferem Umsatz klar mehr Gewinn
Der Urner Industriekonzern Dätwyler hat im Geschäftsjahr 2025 den Umsatz in etwa gehalten. Dank des Wegfalls von einmaligen Sonderkosten resultierte hingegen beim Gewinn eine deutliche Zunahme. Die Dividende bleibt stabil.

Der Umsatz nahm wegen des Gegenwinds vom starken Franken um 0,6 Prozent auf 1,10 Milliarden Franken ab, wie der Spezialist für systemkritische ElastomerKomponenten am Donnerstag mitteilte. Währungsbereinigt ergab sich hingegen ein organisches Plus von 3,1 Prozent.
Dabei hat sich das Wachstumstempo im zweiten Semester wieder beschleunigt. Im ersten Halbjahr lag das organische Wachstum lediglich bei 1,3 Prozent.
Von den beiden Bereichen verzeichnete Healthcare Solutions eine organische Zunahme des Umsatzes um 8,1 Prozent auf 462,7 Millionen Franken. Die grössere Division Industrial Solutions verzeichnete hingegen unter Ausklammerung der Währungseffekte einen stabilen Umsatz von 642,8 Millionen.
Der operative Gewinn (Ebit) legte um 15,7 Prozent auf 136,6 Millionen Franken zu und die entsprechende bereinigte Marge um 1,7 Prozentpunkte auf 12,4 Prozent. Hier half unter anderem der Wegfall von Einmalkosten für das laufende Restrukturierungsprogramm aus dem Vorjahr.
Unter dem Strich blieb Dätwyler ein Reingewinn von 80,8 Millionen Franken, entsprechend einer Steigerung um gut 17 Prozent. Die Dividende soll dennoch bei 3,20 Franken je Inhaberaktie und 0,64 Franken je Namenaktie stabil gehalten werden.
Dätwyler habe 2025 wichtige operative Fortschritte erzielt und die Profitabilität deutlich verbessert, lässt sich CEO Volker Cwielong in der Mitteilung zitieren. Zudem sei die Projektpipeline mit einem höheren Anteil hochwertiger Produkte und Dienstleistungen weiterentwickelt worden.
Für das Gesamtjahr macht Dätwyler keine konkrete Prognose. Das Unternehmen zeigt sich indes zuversichtlich, 2026 Umsatz und Profitabilität kontinuierlich steigern zu können. Zentraler Treiber dabei bleibe die Division Healthcare.
Dätwyler teilte zudem mit, dass der langjährige Präsident und frühere CEO Paul Hälg auf die Generalversammlung von 2027 hin zurücktreten wolle. Sein Nachfolger als Präsident soll Jens Breu werden, der seit 2019 Mitglied des Verwaltungsrats ist.






