Senioren lernen den sicheren Umgang in Altdorfs Zone
In Altdorf lernten Senioren bei einer Informationsveranstaltung die Regeln der neuen Begegnungszone kennen – theoretisch wie praktisch.

Wie die Gemeinde Altdorf mitteilt, haben sich Interessierte Senioren von Fachleuten die Regeln und Verhaltensweisen in der neuen Altdorfer Begegnungszone näherbringen lassen – sowohl in der Theorie, als auch in der Praxis. Mit erstaunlichen Resultaten.
«Die Einführung der Begegnungszone in Altdorf ist eine grosse Veränderung, die niemandem entgangen ist», begrüsste Gemeindepräsident Sebastian Züst die Besucher der Informationsveranstaltung zur Begegnungszone vergangenen Mittwochnachmittag. Seither hätte die Kantonspolizei diverse Rückmeldungen von älteren Personen erhalten, die wegen der fehlenden Fussgängerstreifen unsicher sind, wie sie in der Begegnungszone die Strasse queren können.
Aus diesem Grund hat die Gemeinde Altdorf zusammen mit Pro Senectute Uri, der Kantonspolizei Uri sowie der Baudirektion Uri zu einer Informationsveranstaltung im Winkel eingeladen. «Der Gemeinde Altdorf ist es wichtig, dass sich alle mit dem neuen Verkehrsregime wohl fühlen», schloss Züst die Begrüssung ab.
Begegnungszone verbessert Verkehr und Aufenthaltsqualität
Rund ein Dutzend interessierter Senioren liessen sich von Peter Vorwerk und Clemens Denier von der Baudirektion Uri erklären, wie die Begegnungszone in Altdorf in das regionale Gesamtverkehrskonzept eingebettet ist
«Die flankierenden Massnahmen im Zentrum von Altdorf – die Begegnungszone und die vorgelagerten Tempo 30-Zonen – haben einerseits das Ziel, die Verlagerung des Durchgangsverkehrs auf die West-Ost-Verbindung zu unterstützen», führte Peter Vorwerk, Leiter Strategie beim kantonalen Amt für Tiefbau, aus.
«Andererseits ermöglichen diese Massnahmen den Siedlungsraum im Zentrum aufzuwerten. Wenn es weniger Verkehr hat, die Lärmimmissionen sinken und die Luftqualität steigt, steigt auch die Aufenthaltsqualität.»
So verhalte ich mich in der Begegnungszone
Anschliessend erläuterte Wachtmeister Walter Zberg, Verkehrs- und Sicherheitsinstruktor der Kantonspolizei Uri, was eine Begegnungszone ist, was die Strassenschilder und Bodensignale bedeuten und welche Regeln dort gelten. Klar ist, dass Fussgänger in der Begegnungszone Vortritt haben.
«Sie können die Strasse überall mit der gebotenen Vorsicht queren – idealerweise in Augenkontakt mit sich nähernden Autos», so Zberg. Für den motorisierten Verkehr gilt Tempo 20. Lastwagen dürfen nur durch die Begegnungszone fahren, wenn sie Zulieferer sind.
Anhand von Fallbeispielen an Kreuzungen zeigte Wachtmeister Zberg zudem auf, wer beim Rechtsvortritt in den Tempo 30-Zonen jeweils Vortritt hat. Mit zum Teil überraschten Reaktionen und Fragen, die weitere Erklärungen nach sich zogen.
Praxisbesuch zeigt Chancen und Risiken der Zone
Nach dem theoretischen Teil ging die Gruppe nach draussen, um das Besprochene in der Begegnungszone anzuschauen. Vor Ort beobachteten sie den Verkehr gemeinsam mit der Polizei und analysierten das Verhalten der Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern.
Die Gruppe wa dankbar für diesen praktischen Teil. «Jetzt fühle ich mich sicherer in der Begegnungszone», so das Fazit einer Teilnehmerin. Die Verkehrsregeln seien für sie verständlicher geworden.
Einige Teilnehmende zeigten sich jedoch besorgt, da manche Autos offenbar schneller als die erlaubte Geschwindigkeit fahren und wenig Rücksicht auf den Fuss- und Veloverkehr nehmen.










