Zur Bewältigung der Coronapandemie und zur Gewölbesicherung der Pfarrkirche in Silenen benötigt der Kanton Uri Geld, das er für 2022 nicht budgetiert hat. Der Regierungsrat unterbreitet dem Landrat Nachtragskredite von total 935'000 Franken.
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Wappen von Uri. (Symbolbild) - Keystone

Der grösste Teil, nämlich 690'000 Franken, wird wegen der Covid-19-Pandemie benötigt, wie aus den am Freitag veröffentlichten Landratsunterlagen hervorgeht.

Als der Regierungsrat das Budget erstellte, rechnete er für Pandemiemassnahmen im ersten Halbjahr 2022 mit 210'000 Franken. Dann kam die Omikronwelle, und der Regierungsrat erwartet jetzt wegen zusätzlichen Aufwendungen für das Impfen, das Testen und das Contacttracing mit Kosten von 600'000 Franken. Er beantragt deswegen einen Nachtragskredit von 390'000 Franken. Weitere 300'000 Franken benötigt der Regierungsrat, um die Ausfallentschädigung für Kulturschaffende und Kulturorganisationen verlängern zu können.

Ein dritter Nachtragskredit beläuft sich auf 225'000 Franken. Es handelt sich um den kantonalen Beitrag an die 1,3 Millionen Franken teure Sanierung der Pfarrkirche St. Albin in Silenen. In der über 350 Jahre alten Kirche hatte sich 2019 das Gewölbe direkt auf die Orgel gesetzt. Nun soll der Dachstuhl gesichert und gefestigt werden.

Dazu kommt ein vierter Nachtragskredit für Softwareanpassungen in der Höhe von 20'000 Franken. Das Update ist nötig, damit Uri das vom Bund geforderte Berufsregister für Gesundheitsberufe schaffen kann.

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