Yen auf 40-Jahres-Tief – USA helfen Japan

Esada Kunic
Esada Kunic

Japan,

Der Yen fiel auf den tiefsten Stand seit 40 Jahren. Nun haben die USA und Japan erstmals seit 15 Jahren gemeinsam am Devisenmarkt eingegriffen.

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Der Yen stürzte auf den tiefsten Stand seit vier Jahrzehnten. USA und Japan antworteten mit einem seltenen gemeinsamen Eingriff am Devisenmarkt. (Symbolbild) - depositphotos

Japan und die USA haben koordiniert am Devisenmarkt interveniert, um den schwächelnden Yen zu stützen.

Wie das «Handelsblatt» berichtet, gaben die Finanzminister beider Länder dies am Montag in separaten Erklärungen bekannt.

Glaubst du, dass staatliche Eingriffe in den Devisenmarkt langfristig wirken?

Japans Finanzministerin Satsuki Katayama bestätigte, dass Tokio in Abstimmung mit Washington Yen gekauft habe. Laut dem «L'essentiel» wolle die Regierung dabei «übermässige Volatilität und ungeordnete Bewegungen» der Währung eindämmen.

USA und Japan greifen bei Yen gemeinsam ein

Der Yen hatte zuletzt gegenüber dem US-Dollar den tiefsten Stand seit rund 40 Jahren erreicht. Laut dem «Handelsblatt» lag ein Dollar kurz vor dem Eingriff bei fast 164 Yen.

Nach der Ankündigung stieg der Yen am Montagmorgen zeitweise um über drei Prozent auf 155,31 Yen zum Dollar.

Der stärkere Yen drückte dafür die japanischen Aktienkurse, da er bei der Umrechnung die Ergebnisse im Auslandsgeschäft schmälert.

Trump lobt die Zusammenarbeit

US-Präsident Donald Trump wertete den gemeinsamen Eingriff als Zeichen guter bilateraler Beziehungen.

«Sie haben einen schwächelnden Yen und wollten ein bisschen Unterstützung. Wir sind immer da, um Japan zu helfen», sagte er laut «L'essentiel» an Bord der Präsidentenmaschine.

usa yen donald trump
Japan und USA kaufen gemeinsam Yen, um die Währung zu stabilisieren. Trump sieht im gemeinsamen Eingriff ein Zeichen guter Beziehungen zwischen Tokio und Washington. - keystone

US-Finanzminister Scott Bessent erklärte auf X, man wolle den «unkontrollierten Kursschwankungen des Yen» entgegenwirken. Beide Seiten seien bereit, bei Bedarf erneut einzugreifen, berichtete das «Handelsblatt».

Seltenheit am Devisenmarkt

Staatliche Währungsinterventionen kommen nur selten vor. Laut «Yahoo Finance» auf Basis von «Reuters» war dies die erste koordinierte Massnahme dieser Art seit 2011.

Zuletzt hatten die G7-Staaten nach der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe in Fukushima gemeinsam den Yen gestützt, berichtet «L'essentiel».

Bilaterale Absprachen zwischen Tokio und Washington gab es in dieser Form zuletzt in den späten 1990er-Jahren.

Kommentare

User #1447 (nicht angemeldet)

Das System ist schon jahrelang auf Intensivstation und es ist unglaublich, dass dieses Geldsystem überhaupt noch existiert. Die grossen Finanziers wenden immer neue Tricks an und andere müssen dafür bezahlen aber sie verschieben damit ständig das Finanzgrab. Sie werden es noch solange schieben wie sie es wollen und solange bleibt das sinkende Schiff noch über Wasser mit ständig neuer Seenot und grösseren Schäden, welche geflickt werden müssen. Normalerweise, wäre das Geldsystem seit 2007 nicht mehr am leben. Es hätte eigentlich ein Reset benötigt aber das hätte fatale Folgen für alle gehabt aber wenn das System jetzt platzen lassen wird, sind die Folgen noch viel grösser.

User #5892 (nicht angemeldet)

Endzeit

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