Studie

Wohnungsmangel bleibt trotz steigender Bautätigkeit

Keystone-SDA
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Zürich,

Nachdem die Bautätigkeit sechs Jahre lang gedämpft war, haben sich die Aussichten für den Wohnungsneubau nun deutlich verbessert.

Wohnungsmangel
Der Wohnungsmangel in der Schweiz dürfte sich weiter verschärfen. (Symbolbild) - keystone

Doch unbebaute Flächen werden immer rarer, Verdichtungsreserven schwinden. Laut einer neuen Studie reicht die Wohnungsproduktion deshalb nicht aus, um den Mangel an Wohnraum zu beheben.

Die Zahl der Baubewilligungen nahm 2024 deutlich zu, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie von Wüest Partner hervorgeht. Die Zahl der bewilligten Eigentumswohnungen stieg um rund 30 Prozent. Für das laufende Jahr erwarten die Immobilienexperten bei den Investitionen ein weiteres Wachstum von 3,4 Prozent beim Neubau und 7,2 Prozent beim Umbau, wobei das Niveau deutlich unter dem Rekordjahr 2017 bleiben dürfte.

Trotzdem bleibt das Wohnungsangebot begrenzt. Gründe dafür seien knappes Bauland, unzureichende Verdichtungsreserven, langwierige Bewilligungsverfahren sowie zahlreiche Einsprachen, die Projekte verzögern oder ganz verhindern können, schrieb Wüest Partner.

Einen Teil der steigenden Investitionssummen erklärt Wüest Partner mit der Baupreissteuerung sowie höheren Ausbaustandards. Bei vielen Projekten handle es sich zudem um Ersatzbauten, die mit dem Abbruch vieler bestehender Wohnungen verbunden sind.

Druck bleibt trotz vermehrter Bautätigkeit auf Wohnobjekte bestehen

Dadurch falle der tatsächliche Nettozugang an neuen Wohnungen geringer aus, als aufgrund der Zahl der baubewilligten Wohnungen zu erwarten wäre, heisst es in der Studie. Daten aus dem Kanton Zürich zeigten, dass der relative Wohnbausaldo, also die Differenz zwischen neu erstellten und abgebrochenen Wohnungen, nur noch bei 73 Prozent lag.

Laut Wüest Partner verlagern sich die Bauinvestitionen schweizweit zunehmend in den Umbau. Bei den Einfamilienhäusern, wo sich der Trend besonders stark zeige, seien hohe Baulandpreise und die Ziele der Siedlungsverdichtung Grund dafür. Aber auch fehlende Baulandreserven, der Sanierungsbedarf alter Gebäude, Nachhaltigkeitsbestrebungen und steuerliche Anreize.

So bleibt der Druck trotz vermehrter Bautätigkeit auf Wohnobjekte bestehen. Die Angebotsquote bei Mietwohnungen ist laut der Studie auf einem historischen Tiefstand (3.7 Prozent), mit einem starken Rückgang an erschwinglichen Wohnungen und einem deutlichen Ungleichgewicht zwischen Nachfrage und Angebot in den meisten Regionen.

Derweil werde die Nachfrage nach Wohneigentum durch die Zinssenkung und steigende Privatvermögen angekurbelt. Die Senkung des Leitzinses begünstige Saron-Hypotheken, während das steigende Nettovermögen der Haushalte die Zahlungsbereitschaft erhöhe, insbesondere in den oberen Marktsegmenten, hiess es.

Weil die Nachfrage hoch und das Angebot begrenzt sind, dürfte sich Wohneigentum laut Wüest Partner im laufenden Jahr auch weiter verteuern. Die Immobilienexperten rechnen bei den Preisen für Eigentumswohnungen mit einem Plus von 3,6 Prozent und bei Einfamilienhäusern mit einem solchen von 3,8 Prozent.

Bei den Angebotsmieten wird ein Plus von 1,7 Prozent erwartet. Mittelfristig könne eine allmähliche Erholung der Bauwirtschaft aber dazu beitragen, den Preisdruck zu mindern, schrieb Wüest Partner weiter.

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Kommentare

User #133 (nicht angemeldet)

Müssen wir für die Schweizer Bautätgkeit die Chinesen anfragen.....???

User #3612 (nicht angemeldet)

was wollen sie von einer Partei erewarten, die Sportpsychiater brauchen. Uebrigens läuft die Behandlung über die Grundversicherung der KK. Wann kommt die Fusspsychiatrie, liegt ja vielleicht an den Füssen, dass einige an Bewegungssucht leiden, wie auch immer diese Diagnose zu stande kam. Da auch Psychologen und Psychiater edes Jahr Gewinnmaximierung anstreben müssen natürlich mehr Kranke /Opfer her.

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