Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Fluggesellschaft Lufthansa zu einer raschen Einigung im Tarifkonflikt um das Bodenpersonal aufgerufen.
Zahlreiche Flüge abgesagt
Zahlreiche Flüge abgesagt - AFP
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Das Wichtigste in Kürze

  • Verkehrsminister: Streit nicht auf Rücken der Reisenden austragen.

«Eine verantwortungsvolle und schnelle Verhandlung ist angebracht, nachdem der Flugverkehr bereits genug Probleme bewältigen muss», sagte Wissing der «Bild»-Zeitung vom Donnerstag.

Der Konflikt zwischen Verdi und der Lufthansa müsse «im Rahmen der Tarifautonomie» gelöst werden, sagte der FDP-Politiker weiter. «Beide Tarifparteien sollten aber an die Reisenden denken und ihren Streit nicht auf deren Rücken austragen.»

Das Bodenpersonal der Lufthansa hatte am Mittwoch den Betrieb der Fluggesellschaft mitten in der Sommer-Reisezeit mit einem Streik in grossen Teilen zum Erliegen gebracht. Die Fluggesellschaft strich rund tausend Flüge, betroffen waren den Angaben zufolge mehr als 130.000 Passagiere. Der Streik soll am Donnerstagmorgen um 06.00 Uhr enden.

Die Tarifverhandlungen zwischen der Lufthansa und Verdi für die rund 20.000 Beschäftigten am Boden waren in der zweiten Runde Mitte Juli ohne Ergebnis geblieben. Die Gewerkschaft fordert 9,5 Prozent mehr Lohn und einen Mindeststundenlohn von 13 Euro bei zwölf Monaten Laufzeit. Die Lufthansa legte ein Angebot aus Festbeträgen und einer von der Geschäftsentwicklung abhängigen Komponente bei einer Laufzeit von 18 Monaten vor.

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