Lufthansa

Lufthansa-Tochter erlaubt 30-Kilo-Hunde in Flugzeugen

Keystone-SDA
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Italien,

Als erste Fluggesellschaft in Europa lässt die italienische Lufthansa-Tochter Ita Airways in ihren Maschinen grössere Hunde an Bord. Künftig sollen in Ita-Flugzeugen Haustiere bis zu einem Gewicht von 30 Kilogramm mitfliegen dürfen, kündigte die Fluglinie in Rom an. In diese Gewichtsklasse können zum Beispiel Schäferhunde, Dalmatiner oder auch Bullterrier fallen. Der Platz für den Vierbeiner muss extra bezahlt werden.

ARCHIV - ILLUSTRATION - Hund Kira (Schäferhund) sitzt am Flughafen München am Terminal an einem Fenster. Im Hintergrund ist ein Flugzeug zu sehen. Foto: Sven Hoppe/dpa
ARCHIV - ILLUSTRATION - Hund Kira (Schäferhund) sitzt am Flughafen München am Terminal an einem Fenster. Im Hintergrund ist ein Flugzeug zu sehen. Foto: Sven Hoppe/dpa - Keystone/dpa/Sven Hoppe

Bislang gilt bei den meisten Fluggesellschaften ein Maximalgewicht von acht Kilogramm. Bei Ita sind jetzt schon Hunde bis zu zehn Kilo erlaubt. Das Vorhaben für noch schwerere Tiere gilt einigen in der Branche als Pilotprojekt.

Vonseiten des Mutterkonzerns hiess es auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, aktuell gebe es für die Lufthansa keine solchen Pläne. «Unsere Airlines entscheiden grundsätzlich eigenständig, wenn es um Details zum Produktangebot geht.»

Zunächst ist das Angebot nur auf Inlandsflüge innerhalb Italiens begrenzt. Die nationale Flugaufsichtsbehörde Enac hat bereits die Erlaubnis erteilt. Die Hunde müssen aber einen Maulkorb tragen und auch angeleint sein. Ihnen wird immer ein Fensterplatz zugeteilt, wo sie auf einem besonders saugfähigen Teppich auf dem Boden Platz nehmen sollen. Der Besitzer bekommt den Platz daneben.

Ita begründet die Neuerung mit dem Wunsch vieler Passagiere, auf Urlaubsreisen ihre Tiere mit in die Maschine zu nehmen. Ihr deutscher Geschäftsführer Joerg Eberhart sagte, Haustiere seien heutzutage vielfach «Teil der Familie». «Wir möchten, dass jede Reise gemeinsam begonnen und beendet werden kann, ohne Trennungen.»

Bislang müssen grössere Hunde auf Flugreisen in einem Käfig im Gepäckraum verstaut werden, zusammen mit den Koffern. Dies kann für Tiere durch die Enge, den Lärms und die Temperaturen eine traumatische Erfahrung sein.Viele Hundebesitzer fahren deshalb auch lange Strecken lieber mit dem Auto, lassen die Tiere zurück oder verzichten ganz auf Reisen.

Allerdings dürfte es auch nicht jedem gefallen, wenn künftig grosse Hunde an Bord sind. Nach einem Testflug vor einigen Monaten von Mailand nach Rom kündigte Ita bereits an, dass Passagiere den Sitzplatz wechseln dürfen, wenn sie Angst vor Hunden oder eine Allergie haben.

An der ehemaligen Alitalia ist die Lufthansa seit vergangenem Jahr mit 41 Prozent beteiligt, sie will ihre Anteile aber aufstocken. Mehrheitseigner ist bislang weiterhin der italienische Staat. Einen genauen Termin, wann der erste Linienflug mit grossen Hunden an Bord starten wird, gibt es noch nicht.

Kommentare

edelweisz

Wenn ein „vierbeinigen Co-Pilot“ vor Aufregung seine Notdurft und Exkremente absetzt, ist das Geruchsproblem für alle in der Kabine immens. Ein bellender Hund im Flieger ist für alle Mitreisenden purer Stress. Die Ausdünstungen eines Hundes verändern die Luftqualität, besonders in direkter Umgebung, nicht zum Vorteil. Ich finde die Idee nicht so gut.

User #5014 (nicht angemeldet)

Na, Nau, förderst wieder die Hundehasser... Ich liebe Hunde und Tiere im allgemeinen. Ich fliege aber auch seit ü30Jahren nicht mehr. Weil ich an einem Ort lebe mit meinem Hund, wo es schön ist und andere Ferien machen.

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