Schweizer assen 2025 deutlich weniger Schoggi

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Die Schweizer Schokoladenbranche hat 2025 deutlich weniger Tafeln, Pralinen und andere Produkte verkauft, gleichzeitig aber mehr umgesetzt.

    Schokolade
    2025 war kein Schoggi-Jahr für die Schweizer Schokoladenbranche. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Verkauf von Schokolade ist im vergangenen Jahr zurückgegangen.
    • Grund dafür sind die gestiegenen Rohstoffkosten, die sich auf den Preis auswirken.
    • Dennoch steigt der Umsatz weiter an.

    2025 war kein «Schoggi-Jahr» für die Schweizer Schokoladenbranche. Die Produkte wurden deutlich weniger verkauft. Grund dafür sind die Preisaufschläge für Produkte, um die stark gestiegenen Rohstoffkosten aufzufangen.

    Die insgesamt abgesetzte Menge an Schweizer Schoggi schrumpfte gegenüber dem Vorjahr um 7,9 Prozent auf 192'548 Tonnen. Das teilte der Verband Chocosuisse am Freitag mit.

    Dabei waren sowohl die Verkäufe im Inland als auch im Ausland rückläufig.

    Umsatz steigt trotzdem

    Im Heimmarkt sank der Absatz um 4,4 Prozent auf 55'719 Tonnen. Die Ausfuhren gingen derweil um 9,3 Prozent auf 136'829 Tonnen zurück.

    Im Exportgeschäft, mit einem Anteil von 71,1 Prozent, sind die wichtigsten Absatzmärkte weiterhin Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, Kanada und die USA.

    Beim Umsatz zeigt sich hingegen ein anderes Bild: Dieser kletterte um 11,8 Prozent auf 2,47 Milliarden Franken.

    Der Zuwachs sei in erster Linie auf höhere Produktionskosten zurückzuführen. Allen voran die Kakaopreise, die an die Kunden weitergegeben wurden.

    Schweizer assen 2025 deutlich weniger Schoggi

    Die Preisanpassungen hätten sich im Konsum bemerkbar gemacht, teilte Chocosuisse weiter mit. Pro Kopf wurden in der Schweiz 2025 noch 10,3 Kilogramm Schokolade gegessen, 2,7 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

    Besonders deutlich fiel der Rückgang bei Schweizer Schoggi aus (-4,5 Prozent), während importierte Produkte nahezu auf dem bisherigen Niveau blieben.

    Die Hersteller seien weiterhin unter erheblichem Kostendruck, hiess es. Für die weitere Entwicklung bleibe das internationale Marktumfeld entscheidend.

    Die Branche sei aufgrund ihres hohen Exportanteils stark von stabilen internationalen Rahmenbedingungen abhängig. Entsprechend gross sei die Bedeutung offener Märkte und verlässlicher Handelspolitik.

    Absatz von Zuckerwaren sank ebenfalls

    Auch die Hersteller von Zucker- und Dauerbackwaren blicken auf ein anspruchsvolles Jahr zurück. So sank der Absatz von Zuckerwaren um 4,7 Prozent, wie der Verband Biscosuisse mitteilte.

    Zwar legte der Inlandabsatz um 3,6 Prozent zu, doch konnte dies den Rückgang im Export nicht ausgleichen: Die Ausfuhren – mit einem Anteil von 86,8 Prozent – sanken um 5,8 Prozent.

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    Besonders stark fiel das Minus in den USA aus, wo die Exporte im Jahresvergleich um rund ein Viertel einbrachen.

    Verkaufsmenge verringerte sich auch bei Dauerbackwaren

    Ähnlich zeigt sich die Entwicklung bei den Dauerbackwaren. Die gesamte Verkaufsmenge verringerte sich um 4,1 Prozent. Auch hier war vor allem das Auslandsgeschäft ausschlaggebend: Die Exportmengen gingen deutlich um 19,2 Prozent zurück.

    Für die beiden Branchen steht nun ein Führungswechsel an: So wollen die Verbände Chocosuisse und Biscosuisse Mitte-Nationalrat Martin Candinas der Generalversammlung vom 12. Juni 2026 als neuen Präsidenten vorschlagen.

    Er wird auf Alt-Ständerat und Parteikollege Beat Vonlanthen folgen, der das Präsidium seit 2017 innehat.

    Kommentare

    User #3786 (nicht angemeldet)

    Nur 9% gehen an den Kakaobauern. Das ist absolut mies. 50% fliessen an die normalen Beteiligten und 41% ist Marche. Sehr unverschämter Ablauf.

    User #7193 (nicht angemeldet)

    Ist ja fast nicht mehr bezahlbar!

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