Volkswagen

VW-Betriebsratschefin will Töchter an die kurze Leine nehmen

Keystone-SDA
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Deutschland,

VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo hat den Konzernvorstand aufgefordert, Töchter wie Audi und Porsche an die kürzere Leine zu nehmen. «Wolfsburg muss wieder stärker Dreh- und Angelpunkt für den gesamten Konzernverbund sein», sagte sie auf der Betriebsversammlung in Wolfsburg laut Redemanuskript, das der Nachrichtenagentur DPA in Auszügen vorliegt.

VW
VW lieferte bereits leichte Militärfahrzeuge wie den Typ 181 für Streitkräfte. (Archivbild) - keystone

«Alleingänge einzelner Marken können wir uns schlicht nicht mehr leisten», so Cavallo. «Im Moment ist das oft Kraut und Rüben», kritisierte sie. «Es mangelt an Disziplin!» Die Konzernspitze um Oliver Blume fordert sie auf, Machtworte zu sprechen, «um Marken-Egoismen einzufangen». Nur so liessen sich Synergien im Konzern nutzen. «Es braucht gemeinsame Ziele.» Dafür brauche es klare Vorgaben und den nötigen Durchgriff aus dem Vorstand des deutschen Autobauers.

Erstmals gezeigt wurde auf der Betriebsversammlung die Silhouette des künftigen Elektro-Golf 9 – als schwarz-weisser Umriss auf der Grossbildleinwand. Das Seitenprofil sieht dabei fast genauso aus wie beim derzeitigen Golf 8.

VW will die Produktion des aktuellen Modells 2027 nach Mexiko verlagern, um in Wolfsburg Platz zu machen für den Umbau für E-Modelle. Ende des Jahrzehnts soll im Stammwerk dann der vollelektrische Nachfolger anlaufen. Damit, so Cavallo, bleibe der Golf auch in der neunten Generation ein Wolfsburger.

Noch keine Entscheidung gibt es nach Aussage Cavallos über die von ihr geforderte Anerkennungsprämie für alle Tarifbeschäftigten bei VW. Der Vorstand werde darüber erst nach der Betriebsratswahl – die kommende Woche stattfindet – entscheiden, sagte sie. Hintergrund für die Forderung ist die überraschend gute Kassenlage, die der Konzern im Januar gemeldet hatte. Cavallo hatte daraufhin gefordert, die Belegschaft an den sechs Milliarden Euro Cashflow zu beteiligen.

Neben Cavallo sprach auch VW-Markenchef Thomas Schäfer zur Belegschaft. Konzernchef Oliver Blume, der eigentlich nicht auf der Rednerliste stand, wandte sich ebenfalls mit einem kurzen Statement an die Mitarbeitenden.

Kommentare

User #6133 (nicht angemeldet)

Was wäre VW ohne Skoda?

User #4142 (nicht angemeldet)

Geht auch, wenn man mit der Hauptmarke Probleme hat, nimmt man die anderen an die Kandare bis die, dieselben Probleme haben. Danach kann man behaupten, seht her, so schlecht sind wir gar nicht.

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