Schweizer Geologe in Zentralafrika nach Entführung getötet
Unbekannte Männer haben in Zentralafrika einen Schweizer Geologen entführt. Seit Montag ist klar, dass der Mann tot ist.

Das Wichtigste in Kürze
- Nach einer Entführung in Zentralafrika ist ein Schweizer Geologe getötet worden.
- Die Angreifer sind bislang nicht identifiziert.
- Der Schweizer war auf der Suche nach Rohstoff-Lagerstätten.
Ein Schweizer Staatsangehöriger und ein zentralafrikanischer Soldat sind am Donnerstag bei einem Angriff nördlich von Bangui – der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik – getötet worden. Militärkreisen zufolge handelt es sich bei den Angreifern um «bislang nicht identifizierte bewaffnete Banditen».
Gemäss der Nachrichtenagentur dpa war der Schweizer ein Geologe. «Als er das Gelände verliess, geriet er in die Hände der Angreifer», sagt ein Arbeitskollege. Der Schweizer sei für das Unternehmen ADMOG Gold aus den vereinigten Arabischen Emiraten tätig gewesen.

In Zentralafrika war er für die Suche nach Rohstoff-Lagerstätten, einer sogenannten Mineralprospektion, angereist, wie ein hochrangiger Offizier der zentralafrikanischen Armee der französischen Nachrichtenagentur AFP mitteilte.
Begleitet wurde der Schweizer von seinem Sicherheitsbegleiter, einem Unteroffizier der Armee, der ebenfalls ums Leben kam.
EDA bestätigt Todesfall
Der Angriff ereignete sich laut dem Offizier am vergangenen Donnerstag in der Nähe der Stadt Damara, etwa 50 Kilometer nördlich von Bangui. Die Leichen seien in die Hauptstadt überführt worden. Die zentralafrikanische Justiz werde eine Untersuchung einleiten, um die Umstände zu klären und die Täter strafrechtlich zu verfolgen.
Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten bestätigte den Todesfall eines Schweizer Staatsangehörigen auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Das Kooperationsbüro in Bangui und die Schweizer Botschaft in Jaunde, der Hauptstadt Kameruns, stehen demnach in Kontakt mit den zuständigen Behörden und koordinieren die Hilfsmassnahmen im Rahmen des konsularischen Schutzes.
Die Zentralafrikanische Republik ist ein Binnenstaat, der unter anderem an den Sudan und die Demokratische Republik Kongo grenzt. Sie zählt trotz reicher Bodenschätze wie Diamanten und Gold zu den ärmsten Ländern der Welt.
Seit dem blutigen Bürgerkrieg der 2010er-Jahre hat sich die dortige Sicherheitslage verbessert, blieb aber instabil.












