Volkswagen

    VW-Aktionäre fordern Blumes Rückzug von Porsche-Spitze

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Deutschland,

    VW-Aktionäre fordern Konzernchef Oliver Blume auf, sich wegen Krisen bei VW und Porsche für eines der Unternehmen zu entscheiden.

    Oliver Blume
    VW-Aktionäre drängen Konzernchef Oliver Blume zu einer klaren Positionierung. (Archivbild) - CARIAD SE

    VW-Aktionäre fordern den Rückzug von Konzernchef Oliver Blume von der Porsche-Spitze. Angesichts der Krise beider Unternehmen solle sich der Top-Manager für die Führung von einem der beiden kriselnden Dax-Konzerne entscheiden. Dies sagte Ingo Speich von der Fondsgesellschaft Deka auf der virtuellen VW-Hauptversammlung.

    «Sie stehen im Kreuzfeuer der Interessen und auch Ihr Tag hat nur 24 Stunden.» Um bei Volkswagen das Ruder herumzureissen, müsse er sich auf eine der beiden Aufgaben konzentrieren, sagte Speich. «Dafür müssen Sie beide Hände am Steuer haben, und das ist derzeit nicht der Fall.»

    Blume: «Doppelrolle ist Erfolgsrezept»

    Kritik kam auch von anderen Aktionsvertretern. Volkswagen habe mit Blume nur einen Teilzeit-Chef, «dem die Probleme über den Kopf wachsen», kritisierte Janne Werning von der Fondsgesellschaft Union Investment.

    Diese Doppelrolle sollte unverzüglich beendet werden, forderte Hendrik Schmidt vom Fonsanbieter DWS. Blume selbst erteilte dem eine Absage. «Die Doppelrolle ist ein Erfolgsrezept», sagte er.

    «Erfolgsrezept» oder Sargnagel?

    «Gerade in aktuell herausfordernden Zeiten überwiegen die Vorteile bei Weitem.» Klar sei aber auch: «Die Doppelrolle ist nicht auf die Ewigkeit angelegt.» Entscheiden müsse das am Ende aber der Aufsichtsrat.

    Mit Blick auf die Lage des VW-Konzerns sprach Blume von weiter herausfordernden Rahmenbedingungen. «Aktuell erleben wir eine Welt in rasantem Wandel.»

    Hinzu käme nun neue Unsicherheit im US-Geschäft durch die Zollpolitik von Präsident Donald Trump. Für das Nordamerika-Geschäft kündigte Blume einen Massnahmeplan an, an dem nun gearbeitet werde.

    Unruhen im Porsche-Vorstand

    Bereits ab diesem Jahr würden US-Töchter von den Diversitätszielen des Konzerns ausgenommen, kündigte Rechtsvorstand Manfred Döss an. Trump fordert ein Ende solcher Programme zur Förderung benachteiligter Personengruppen.

    Spekulationen um Blumes Doppelrolle hatten zuletzt durch mehrere Wechsel im Porsche-Vorstand neue Nahrung erhalten.

    Finanzchef Lutz Meschke, der bisher als Kronprinz in Stuttgart galt, wurde abgelöst. Neuer Vizechef wird Entwicklungsvorstand Michael Steiner, der dafür die Leitung der Konzernentwicklung in Wolfsburg abgibt. Das hatte Spekulationen ausgelöst, Blume könnte seine Nachfolge in Stuttgart vorbereiten.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Oliver Blume
    14 Interaktionen
    EU-Entscheid

    MEHR IN NEWS

    Rorschach SG
    Rorschach SG
    Cédric Wermuth
    61 Interaktionen
    SP-Chef
    Walter Koenig «Star Trek»
    Wurde 90 Jahre alt

    MEHR VOLKSWAGEN

    VW ID. Unyx 09
    215 Interaktionen
    ID-Familie
    VW
    10 Interaktionen
    Flensburg/Wolfsburg
    5 Interaktionen
    Wolfsburg
    vw
    20 Interaktionen
    Wolfsburg

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    david bowie fünf
    1 Interaktionen
    Berlin
    teaser
    4 Interaktionen
    Saisonstart
    fsdfs
    1 Interaktionen
    Neustadt am Rübenberge