Volkswagen

    VW plant Gehälter bis 2030 einzufrieren

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Deutschland,

    VW-Beschäftigten drohen nach Darstellung der Industriegewerkschaft Metall jahrelange Nullrunden beim Gehalt. Grund ist der umfassende Konzernumbau.

    Nach den umfassenden Stellenstreichungen drohen den VW-Beschäftigten nun auch noch jahrelange Nullrunden bei den Gehältern. (Symbolbild)
    Nach den umfassenden Stellenstreichungen drohen den VW-Beschäftigten nun auch noch jahrelange Nullrunden bei den Gehältern. (Symbolbild) - KEYSTONE/DPA/HENDRIK SCHMIDT

    Es gebe Pläne, die Gehälter der weltweit mehr als 660'000 Beschäftigten bis 2030 einzufrieren, schreibt die IG Metall in einer Mitteilung auf ihrer Website. Zuvor hatte die «Süddeutsche Zeitung» darüber berichtet.

    «Der Europäische- und Weltkonzernbetriebsrat (E/WKBR) informierte heute im Intranet die Belegschaften über das Vorhaben des Konzernvorstandes», heisst es in der Mitteilung. Der Konzernvorstand habe «die Personalverantwortlichen weltweit zu «Nullrunden bis 2030» angewiesen, also dazu, das aktuelle Tarifniveau einzufrieren und jegliche Entgelterhöhungen auszusetzen«. Diese neue Vorgabe sei bereits gültig, sie greife seit Anfang Oktober.

    Der VW-Konzern breche damit mit der bisherigen Praxis, die in den weltweiten Personalkostenbudgets stets einen Inflationsausgleich vorgesehen und zudem laufend tarifliche Entgelterhöhungen einkalkuliert habe, kritisierte die IG Metall. Die Gewerkschaft befürchtet Reallohnverluste von mindestens zehn Prozent, sollte die Pläne verwirklicht werden.

    Tarifverhandlungen beginnen

    Im Volkswagen-Konzern beginnen voraussichtlich Ende November die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag. Verhandelt wird laut IG Metall sowohl über den VW-Haustarif als auch über den Flächentarif der Metall- und Elektroindustrie, der unter anderem für Audi, MAN und Porsche greift. Die Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Geld.

    Der Europäische- und Weltkonzernbetriebsrat nannte das Vorgehen des Konzerns absurd und verwies auf eine bisher fehlende Positionierung der Arbeitgeberseite für die Tarifverhandlungen. Die Betriebsräte erinnerten daran, dass die Personalkosten nur einen Bruchteil der Umsatzkosten ausmachten. Eine Stellungnahme von Volkswagen lag zunächst nicht vor.

    Konzern steckt in riesigem Umbruch

    Erst vor knapp einem Monat hatte Volkswagen fast alle Tarifverträge vor den jetzt anstehenden Verhandlungen gekündigt. Der Konzernvorstand will in den kommenden Jahren weltweit 50'000 Stellen streichen – zusätzlich zu bisherigen Abbauplänen im Konzern. Konkrete Programme müssen aber erst mit den Arbeitnehmern ausgehandelt werden. Darüber hinaus ist die Zukunft der VW-Werke in Emden, Hannover und Zwickau sowie des Audi-Standorts Neckarsulm über die Jahre 2031 bis 2034 hinaus offen.

    Bereits bei den Tarifverhandlungen 2024 hatten es neben Stellenstreichungen eine Nullrunde für 130'000 VW-Beschäftigte gegeben. Analog zum Abschluss in der Metall- und Elektroindustrie fliesst ein Gehaltsplus von fünf Prozent in zwei Stufen in einen Fonds und nicht auf die Konten der Angestellten

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #4822 (nicht angemeldet)

    Bis 31 Dezember 2029 werden sie sich einig

    User #2399 (nicht angemeldet)

    Dan wird es zeit den Laden zu schliessen, endgültig! denn mit Volkswagen hat das schon viele Jahre nichts mehr zu tun...

    Weiterlesen

    Louvre
    3'103 Interaktionen
    Touris hässig
    Trans: «Plötzlich hiess meine eigene Tochter anders»
    123 Interaktionen
    «Tränen kamen»

    MEHR IN NEWS

    Niederbipp BE
    Niederbipp BE
    mallorca Sturmtief
    7 Interaktionen
    Unwetter in Spanien
    Öl Raffinerie
    1 Interaktionen
    Dresden

    MEHR VOLKSWAGEN

    vw
    19 Interaktionen
    Wolfsburg
    VW
    15 Interaktionen
    Wolfsburg
    VW
    16 Interaktionen
    Absatzrückgang

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    «Promi Big Brother»
    1 Interaktionen
    «Promi Big Brother»
    Friedrich Merz
    23 Interaktionen
    Berlin