Verlängerte Waffenruhe stoppt Ölpreis-Anstieg kaum
Trotz der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran hat sich an den Ölmärkten keine echte Entspannung abgezeichnet. Der Preis der Nordseesorte Brent gab nach der Ankündigung etwas nach.

Brent zur Lieferung im Juni kostete vor Trumps Ankündigung erstmals seit gut einer Woche wieder über hundert Dollar. Zuletzt lag der Preis bei 99 Dollar. Im Vergleich zum Vortag (US-Zeit) entspricht das dennoch einem Plus von knapp vier Prozent. Der Anstieg bei der US-Sorte WTI fiel weniger stark aus.
Zuvor hatte Trump mitgeteilt, auf Bitten Pakistans von weiteren Angriffen abzusehen, bis die Führung im Iran einen geeinten Vorschlag unterbreite und die Gespräche zu einem Ende kämen. Die Waffenruhe wäre sonst nach Trumps Angaben in der Schweizer Nacht zu Donnerstag ausgelaufen. Trump hatte für diesen Fall mit schweren Angriffen auf den Energiesektor und die zivile Infrastruktur im Iran gedroht.
Eine Annäherung bei den Verhandlungen ist derweil nicht in Sicht. Bis zuletzt hatten sich Washington und Teheran nicht auf eine zweite Verhandlungsrunde einigen können – trotz der Bemühungen Pakistans, die Trump in seiner Ankündigung hervorhob. Die USA wollen zudem an ihrer Blockade des iranischen Seehandels festhalten, was Teheran als Hindernis für neue Gespräche wertet.






