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    US-Zollpolitik: Studie warnt vor Milliardenverlusten für Pharma

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Die US-Pharmapolitik könnte für die Schweiz teuer werden. Eine Studie beziffert mögliche Wertschöpfungsverluste bis 2040 auf fast 195 Milliarden Franken und warnt vor Folgen für Patientinnen und Patienten.

    Eine Studie im Auftrag von Interpharma warnt vor Milliardenverlusten für die Schweizer Pharmaindustrie aufgrund der US-Zollpolitik. Im Bild: der Novartis Campus in Basel. (Archiv)
    Eine Studie im Auftrag von Interpharma warnt vor Milliardenverlusten für die Schweizer Pharmaindustrie aufgrund der US-Zollpolitik. Im Bild: der Novartis Campus in Basel. (Archiv) - KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

    Eine Analyse im Auftrag des Branchenverbands Interpharma hat die möglichen Auswirkungen der US-Pharmapolitik auf die Schweiz untersucht. Die Studie von BAK Economics zeige verschiedene Entwicklungspfade auf, teilte Interpharma am Donnerstag mit.

    Im Zentrum der Analyse stehen die Verlagerung von Produktionskapazitäten in die USA und eine neue Preislogik der US-Regierung.

    Die Studie stellt einem Referenzszenario drei Alternativszenarien mit zunehmend negativen Auswirkungen gegenüber. Bereits im Basisszenario verlangsamt sich das Wachstum der Schweizer Pharmaindustrie deutlich. Während es zwischen 2015 und 2025 durchschnittlich 12,8 Prozent pro Jahr betrug, sinkt es im Zeitraum von 2025 bis 2040 auf 6,9 Prozent.

    Im Szenario eines strukturellen Bruchs beläuft sich der kumulierte Verlust an Bruttowertschöpfung bis 2040 auf 194,5 Milliarden Franken im Vergleich zum Referenzpfad. Dies entspreche mehr als einem Fünftel (22,4 Prozent) der heutigen Wirtschaftsleistung der Schweiz. Die Autoren betonen, dass es sich dabei nicht um ein Worst-Case-Szenario handle. In den beiden milderen Szenarien betragen die Verluste 27 Milliarden beziehungsweise 77,7 Milliarden Franken.

    Indirekte Folgen sind entscheidend

    Ein zentraler Faktor ist der sogenannte Most-Favored-Nation-Ansatz (MFN), mit dem die USA ihre Medikamentenpreise an jene anderer Industrieländer koppeln wollen. Die grössten Verluste entstünden dabei nicht direkt durch tiefere Preise in den USA. Entscheidend seien die indirekten Folgen, hiess es weiter.

    Um tiefere Preise in den USA auszugleichen, könnten Pharmaunternehmen neue Medikamente in anderen Märkten später oder gar nicht mehr einführen. Rund zwei Drittel der Verluste im Szenario des strukturellen Bruchs seien auf diesen indirekten Effekt zurückzuführen.

    Dieser Mechanismus hat laut der Mitteilung bereits heute konkrete Folgen für die Schweiz. Eine Erhebung unter den Mitgliedern von Interpharma habe gezeigt, dass zwischen Januar 2025 und Juni 2026 sieben von 22 neuen innovativen Arzneimitteln nicht zur Aufnahme in die Spezialitätenliste eingereicht worden seien. Grund dafür sei die Entwicklung rund um den MFN-Ansatz. Dies entspreche rund einem Drittel der neuen Medikamente in diesem Zeitraum.

    Die USA sind der wichtigste Absatzmarkt für die Schweizer Pharmaindustrie. Im Jahr 2025 gingen 29,3 Prozent der Schweizer Pharmaexporte dorthin.

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    Kommentare

    User #3608 (nicht angemeldet)

    Die Pharma verdient mit den überrissenen Schweizerpreise mehr als genug. Vergleicht mal die CH und DE Preise

    User #1763 (nicht angemeldet)

    Ob die USA der wichtigst Absatzmarkt für CH-Pharma ist ? Ob die 29,3% wohl stim- men?

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