US-Notenbank warnt vor langsamerer wirtschaftlicher Erholung

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USA,

Der wirtschaftlichen Erholung von der Corona-Krise geht der Schwung aus. Das hat die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) angesichts der weiter relativ hohen Arbeitslosenrate und den anhaltenden konjunkturellen Folgen der Pandemie erklärt.

Die US-Notenbank Fed unter der Führung von Jerome Powell hält trotz der gigantischen Staatshilfen an ihrer ultralockeren Geldpolitik zunächst fest. (Archivbild)
Die US-Notenbank Fed unter der Führung von Jerome Powell hält trotz der gigantischen Staatshilfen an ihrer ultralockeren Geldpolitik zunächst fest. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/EPA AP POOL/SUSAN WALSH/ POOL

Das Wichtigste in Kürze

  • «Die Geschwindigkeit der Erholung von Wirtschaft und Arbeitsmarkt hat sich in den vergangenen Monaten gemässigt», erklärte die Zentralbank am Mittwoch (Ortszeit).

Besonders schwierig sei es für Branchen, die direkt von den Auswirkungen betroffen seien wie etwa das Gastgewerbe.

Die Notenbank der weltgrössten Volkswirtschaft betonte, die weitere Entwicklung der Wirtschaft werde abhängen «vom Kurs des Virus, inklusive Fortschritt bei den Impfungen». Damit erwähnte die Zentralbank erstmals die laufende Coronavirus-Impfkampagne in prominenter Weise. Notenbankchef Jerome Powell sagte mit Blick auf die hochgradig wirksamen Impfstoffe: «Hinreichend weit verbreitete Impfungen würden es uns ermöglichen, die Pandemie hinter uns zu lassen und zu normalerem Wirtschaftsgeschehen zurückzukehren.» Der wirtschaftliche Ausblick für die zweite Jahreshälfte sei daher besser, sagte er.

Powell räumte aber ein, dass es lange dauern werde, genügend Amerikaner zu impfen, um die sogenannte Herdenimmunität zu erreichen. Er zeigte sich trotzdem optimistisch: «Es gibt für die Wirtschaft jetzt nichts wichtigeres, als dass die Leute geimpft werden.» Bislang wurden rund 20 Millionen der 330 Millionen Menschen im Land geimpft.

Die Fed hielt daher wie erwartet an ihrer historisch lockeren Geldpolitik fest. Der Leitzins verbleibt auf dem ultraniedrigen Niveau von 0,0 bis 0,25 Prozent. Dies sei angesichts der Lage am Arbeitsmarkt und der niedrigen Inflation weiter angemessen, hiess es. Auch die Wertpapierkäufe in Höhe von rund 120 Milliarden US-Dollar im Monat zur Stützung der Konjunktur werden demnach weitergehen.

Die Geldpolitik werde weiter «wirkmächtige Unterstützung» leisten, bis die Erholung der Wirtschaft abgeschlossen sei, versprach Powell. Die Wirtschaft habe sich als wandlungsfähig und widerstandsfähig erwiesen, auch dank der grossen Konjunkturpakete, sagte Powell. Aber die Lage am Arbeitsmarkt habe sich zuletzt wieder verschlechtert, mahnte er. Die weitere Entwicklung sei hochgradig unsicher«.

Nur eine Woche nach der Vereidigung des neuen US-Präsidenten Joe Biden war bei der Fed-Sitzung nicht mit grossen Entscheidungen gerechnet worden. Die unabhängige Notenbank hat ihre Geldpolitik wegen der Coronavirus-Krise bereits beispiellos gelockert.

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