Ungarn will Donau-Wasserpegel durch Versenken von Lastkähnen heben

    Keystone-SDA
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    Ungarn,

    Mit dem Versenken von zwei jeweils 80 Meter langen, fest verankerten Lastkähnen soll der Wasserstand der Donau um rund 20 Zentimeter angehoben werden.

    Ungarn AKW
    Blick auf das Kernkraftwerk MVM Paks in Paks, Ungarn, am 29. Juli 2026, dessen Reaktor 3 aufgrund extrem niedriger Wasserstände an der Donau abgeschaltet werden musste. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wegen des niedrigen Donaupegels hat Ungarn Probleme bei der Kühlung der Atomkraftwerke.
    • Das Versenken der Kähne soll den Pegel um 20 Zentimeter anheben, damit soll die Leistungsfähigkeit der AKW gesichert werden.

    Wegen des historisch niedrigen Donaupegels und der damit verbundenen Probleme bei der Kühlung des ungarischen Atomkraftwerkes Paks hat Samstagvormittag das kontrollierte Versenken von zwei jeweils 80 Meter langen, fest verankerten Lastkähnen als Notmassnahme begonnen.

    Diese baulichen Massnahmen sollen den Wasserstand der Donau um rund 20 Zentimeter heben und damit die Leistungsfähigkeit des AKW sichern. Rund 40 Prozent des ungarischen Stromverbrauchs werden durch die vier Blöcke des AKW gedeckt, wobei aktuell nur noch zwei der acht Turbinen arbeiten.

    Bereiten dir die Hitzewellen mit Blick auf die Zukunft Sorgen?

    Ministerpräsident Péter Magyar hatte erklärt, dass 130 Personen und 100 Lastwagen im Einsatz sind. Die Lastkähne seien vorerst 20 Zentimeter gesenkt worden. Damit soll verhindert werden, dass der dauerhaft sinkende Donaupegel die Kühlung des AKW gefährdet und zu dessen vollständiger Abschaltung führen könnte.

    Schwelle wird für die Zukunft gebaut

    Als langfristige Lösung wird parallel in der Nähe von Paks eine Sohlschwelle gebaut, die in Zukunft Wasser aufstauen soll. Für den Bau werden nahezu 150'000 Kubikmeter Geröll verwendet. Die Regierung verspricht sich von diesem Bau eine langfristige Lösung der Absicherung der Kühlwasserversorgung im AKW Paks, wobei ein Anstieg des Wasserstandes von bis zu einem Meter erreicht werden soll.

    Donau Ungarn Dürre
    In Budapest, Ungarn, liegen am 5. August 2026 aufgrund des durch extreme Hitze und Dürre verursachten Rekordtiefstands die ausgetrockneten Ufer der Donau frei. - keystone

    Magyar hatte die Vorsitzenden der im ungarischen Parlament vertretenen Oppositionsparteien für Samstag nach Paks eingeladen, um über das komplexe Projekt zu informieren und die Fehler der vergangenen zehn Jahre zu erörtern, die zu den aktuellen Problemen führten. Die Vorsitzenden lehnten die Einladung aber ab.

    Der Kommunikationsdirektor von Fidesz, Bertalan Havasi, begründete das Fernbleiben von Parteichef Viktor Orbán damit: «Paks ist keine Wahlkampfbühne und die Parteivorsitzenden sind keine politischen Statisten für Péter Magyar», zitierte das Onlineportal «HVG.hu».

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    Kommentare

    User #2984 (nicht angemeldet)

    So ein Mist. In einem fliessenden Gewässer passiert so gar nichts, ausser dass die Wassertiefe bei den versenkten Krans noch kleiner ist.

    User #1447 (nicht angemeldet)

    Jetzt soll Wasser kommen und dann müssen nicht irgendwelche Herrschaften in Panik geraten. Bis das Wasser ankommt braucht etwas Zeit aber die Donau füllt sich wieder.

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