Dürre legt Wehrmachtsmotorrad und Soldaten in der Donau frei

    Melsada Zec-Zejnic
    Melsada Zec-Zejnic

    Ungarn,

    Die Dürre drückt die Donau auf historisches Niedrigwasser. In Budapest tauchten ein Motorrad und die Überreste zweier Soldaten auf.

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    Das Niedrigwasser der Donau legte in Budapest ein Wehrmachtsmotorrad aus dem Zweiten Weltkrieg frei. - Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V

    Anhaltende Dürre und aussergewöhnliche Hitze lassen den Wasserstand der Donau weiter sinken, berichtet «Euronews». In Ungarn erreichte der Fluss nach Angaben der Behörden historische Tiefstände.

    Der niedrige Pegel beeinträchtigt Schifffahrt, Energieversorgung und Ökosysteme entlang der Donau. Behörden mehrerer Donauländer haben deshalb bereits Notfallmassnahmen eingeleitet oder vorbereitet.

    In Budapest legte das Niedrigwasser ein nahezu vollständig erhaltenes Wehrmachtsmotorrad frei, berichtet die «Frankfurter Rundschau». Die Fundstelle befand sich am Batthyány-Platz, direkt gegenüber dem ungarischen Parlamentsgebäude.

    Zwei Wehrmachtssoldaten entdeckt

    Fachleute identifizierten das Motorrad vermutlich als DKW NZ 350-1, berichtet die «Welt». Das Modell wurde ab 1944 speziell für militärische Einsätze der Wehrmacht produziert.

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    Wegen der anhaltenden Dürre werden an der Donau weitere Relikte des Zweiten Weltkriegs sichtbar. - Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V

    Unter dem Motorrad entdeckten Experten zudem menschliche Überreste. Nach Angaben des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge handelt es sich um zwei deutsche Wehrmachtssoldaten.

    Die sterblichen Überreste lagen mehr als 80 Jahre im Schlamm der Donau, berichtet «L'essentiel». Zwei gut erhaltene Erkennungsmarken sollen nun bei der Identifizierung der Toten helfen.

    Dürre legt weitere Kriegsrelikte frei

    Der Fundort wird derzeit von den zuständigen Behörden untersucht und gesichert, laut «L'essentiel». An der Bergung sind unter anderem Polizei, Archäologen und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge beteiligt.

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    Zwei gut erhaltene Erkennungsmarken sollen bei der Identifizierung der Toten helfen. - Instagram/@volksbund.de

    Weiter flussabwärts bei Prahovo an der serbisch-rumänischen Grenze werden wegen des Niedrigwassers zahlreiche deutsche Kriegsschiffwracks sichtbar, berichtet «n-tv». Die Schiffe wurden beim Rückzug der deutschen Schwarzmeerflotte Ende 1944 absichtlich in der Donau versenkt.

    Historiker gehen davon aus, dass dort rund 200 Kriegs- und Frachtschiffe auf dem Flussgrund liegen. Dazu gehörten unter anderem Patrouillenboote, Schlepper und Transportschiffe der deutschen Schwarzmeerflotte.

    Schaulustige sollen Abstand halten

    Einige Wracks enthalten nach Einschätzung der Behörden möglicherweise noch Munition und stellen eine Gefahr für die Schifffahrt dar, berichtet «Spiegel». Der niedrige Wasserstand macht die rostigen Schiffsrümpfe zu gefährlichen Hindernissen für die Donauschifffahrt.

    Machen dir die Folgen der anhaltenden Dürre Sorgen?

    Die historischen Wracks ziehen inzwischen zahlreiche Schaulustige an. Behörden warnen jedoch davor, die Wracks eigenmächtig zu betreten oder mögliche Munition zu berühren.

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    Kommentare

    User #9378 (nicht angemeldet)

    Also manche stellen schon doofe Fragen - wo sie die nur immer hernehmen?

    User #2952 (nicht angemeldet)

    Das Motorrad ist noch gut im Zustand.

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