Huawei hat auch im zweiten Quartal 2021 deutlich tiefere Erlöse verzeichnet. Grund dafür sind vor allem die US-Sanktionen gegen die chinesische Firma.
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Das Logo von Huawei. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Im zweiten Quartal ist der Umsatz von Huawei um weitere 38 Prozent geschrumpft.
  • Dafür verantwortlich sind vor allem die US-Sanktionen, die Präsident Biden verlängerte.
  • Der Verwaltungsratsvorsitzende Eric Xu zeigt sich aber zuversichtlich.

Der Umsatzeinbruch beim chinesischen Huawei-Konzern nach US-Sanktionen hat sich noch einmal beschleunigt. Im zweiten Quartal fielen die Erlöse des Smartphone-Anbieters um gut 38 Prozent auf rund 168 Milliarden Yuan.

Dies geht aus den am Freitag veröffentlichten Halbjahreszahlen hervor. Im ersten Quartal war der Umsatz noch um 16,5 Prozent geschrumpft. «Unser Ziel ist es, zu überleben - und das nachhaltig», betonte der Verwaltungsratsvorsitzende Eric Xu.

US-Sanktionen Grund für Verluste

Huawei verlor durch US-Sanktionen den Zugang zu wichtigen westlichen Technologien und könnte auch verstärkt aus Mobilfunk-Netzen herausgehalten werden. Unter anderem hortete die Firma deswegen Chips, was die Halbleiter-Engpässe auf dem Weltmarkt beschleunigte. Ein weiteres grosses Problem für Huawei ist, dass der Konzern keine neuen Smartphones mit Google-Diensten verkaufen kann. Deshalb brachen die Verkäufe von Huawei-Telefonen ausserhalb Chinas ein.

Google Maps
Google Maps auf einem Smartphone. - Pixabay

Die USA werfen Huawei enge Verbindungen zu chinesischen Behörden vor und warnen vor einer Gefahr von Spionage und Sabotage. Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück. Der neue US-Präsident Joe Biden liess die von seinem Vorgänger Donald Trump verhängten Sanktionen zunächst in Kraft. Währenddessen ordnete er eine generelle Überprüfung chinesischer Unternehmen an.

Verwaltungsrat zuversichtlich

Im gesamten ersten Halbjahr fiel der Umsatz von Huawei um gut 29 Prozent auf 320,4 Milliarden Yuan. Den Ausschlag dafür gab vor allem das Verbrauchergeschäft, dessen Erlöse um rund 47 Prozent auf 135,7 Milliarden Yuan absackten. Das Netzwerk-Geschäft schrumpfte um 14 Prozent auf knapp 137 Milliarden Yuan.

Eric Xu sprach von «externen Faktoren», die das Verbrauchergeschäft gebremst hätten. Zugleich zeigte er sich zuversichtlich, dass Huawei bei Netzwerktechnik und im Geschäft mit Unternehmen wieder zulegen werde.

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