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UBS-Ökonom: Bei langer Hormus-Sperre droht Ölpreis von 200 Dollar

Keystone-SDA
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Zürich,

Der globale Wirtschaftsaufschwung ist laut den Experten der Grossbank UBS breit abgestützt. Ökonom Alessandro Bee sieht trotzdem einige dunkle Wolken am Horizont, wie er im Interview mit der Nachrichtenagentur AWP sagt.

Öl und Gas Raffinerie
Schornsteine einer Öl und Gas Raffinerie. (Symbolbild) - keystone

Interview: Christoph Grau, AWP

AWP: Die Erholung der Weltwirtschaft scheint derzeit sehr breit abgestützt. Welche Risiken sehen Sie am Horizont?

Alessandro Bee: Ein Risiko ist sicherlich die Situation im Nahen Osten. In unserem Basisszenario gehen wir zwar davon aus, dass sich der Erdölmarkt in den kommenden Quartalen schrittweise, vielleicht holprig, erholt. Wir sehen Preise zwischen 80 und 100 US-Dollar pro Fass. Sollte die Strasse von Hormus aber noch über Quartale geschlossen bleiben, dann werden die Erdölreserven irgendwann aufgebraucht sein und der Markt könnte in Panik geraten. Wir halten dann sogar Preise zwischen 150 und 200 Dollar für möglich.

AWP: Was wären die Folgen?

AB: Dies würde eine Rezession auslösen. Ein zweites Risiko ist natürlich die unvorhersehbare Wirtschaftspolitik von Donald Trump, wie zuletzt etwa gesehen bei den Beziehungen zu Kanada. Als drittes Risiko sehe ich den Bereich KI. Sollten sich die grossen Produktivitätsfortschritte nicht bewahrheiten, ist mit deutlichen Reduktionen der Investitionen zu rechnen. Dieser Investitionsstopp könnte sich auf die Konjunktur auswirken.

AWP: Wie schätzen Sie die zuletzt deutlich gestiegenen Zinsen an den Anleihenmärkten ein?

AB: Hier sehen wir auch durchaus ein Risiko. Die gestiegenen Zinsen dürften auf die höhere Inflation und die Erwartung von Zinsanhebungen zurückzuführen sein, aber möglicherweise auch darauf, dass die Anleger zunehmend das Vertrauen in die Tragfähigkeit der Schulden verlieren. Dies könnte zu grösseren Turbulenzen an den Bond-Märkten führen, was wiederum steigende Leitzinsen zur Folge hätte. Eine solche Entwicklung könnte die Konjunktur stark belasten.

AWP: Alles in allem rechnen Sie in Ihren jüngsten Prognosen dennoch mit einer deutlichen Erholung der Schweizer Wirtschaft. Was macht Sie so zuversichtlich?

AB: Es sind verschiedene Indikatoren, die auf eine Konjunkturaufhellung in der Schweiz hinweisen. Allen voran sind die Einkaufsmanager-Indizes seit März fast konsistent über der 50er-Marke. Das ist ein gutes Zeichen. Auch der PMI für die Dienstleister hat sich stark verbessert.

AWP: Und sonst?

AB: Zuversichtlich macht mich auch die Entwicklung der Beschäftigung, nach dem Abschwung im letzten Jahr. Aber jetzt im zweiten Quartal sieht man eine ebenso deutliche Erholung. Sowohl im Dienstleistungsbereich, als auch in der Industrie. Zudem hat sich auch das Konsumentenvertrauen in der Schweiz vor allem wegen der Normalisierung der Ölpreise verbessert.

AWP: Wie sieht es im Ausland aus?

AB: Wir sehen auch in der Eurozone positive Tendenzen. Zum Beispiel in Deutschland haben die Indikatoren in den letzten Monaten nach oben gedreht. Auch in den USA hatten wir gute Indikatoren. Ich würde sagen, insgesamt deutet das Bild jetzt auf eine Konjunkturaufhellung hin.

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Kommentare

User #2445 (nicht angemeldet)

Ich freue mich auf diesen preis besonders meine wärmepumpe ,und hoffe auf diesel liter 5 stutz es wird super werden wie euch diesler die galle hochkommt

User #1245 (nicht angemeldet)

Wenn der Benzinpreis noch unter Fr. 5.00 bleibt, ist das voll OK. Ab 5.20 Liter kaufe ich dann ein E-Auto, eines aus China

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